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Petra Blaisse: „Light is important to give objects a meaning“

https://twitter.com/erco_lighting/favorites

 Von Ina Kosicki, Studentin an der Hochschule für Internationales Management Heidelberg

Wir alle kennen sie: die unzähligen Bauwerke, die, nachts aufwändig beleuchtet, oft noch viel imposanter wirken, als im Tageslicht. Selten nehmen wir sie in ihrer gesamten Intensität wahr. Doch was wir meistens mit der Bemerkung: “Ist halt ganz nett angeleuchtet…“ abtun, ist ein Meisterwerk der Inszenierung. Wer den Auftrag für die #Installation der richtigen Strahler an der richtigen Stelle bekommt, darum wetteifern die Großen der #Leuchtenindustrie. Doch was steckt hinter dem In‐Szene-Setzen architektonischer Werke und welchen Blick müssen wir entwickeln, um nächstes Mal nicht einfach an dem ‚nett angeleuchteten‘ Gebäude vorbeizulaufen?

Zunächst einmal gilt es, sich ein wenig mit dem Fachjargon zu befassen: Worin liegt der Unterschied zwischen „Lichtarchitektur“ und „Architekturlicht“? Joachim Teichmüller, der Gründer des ersten deutschen Instituts für Lichttechnik in Karlsruhe, prägte den Begriff der „Lichtarchitektur“ schon 1926 als eine Architektur, die „das Licht als Baustoff begreift und bewusst in die architektonische Gesamtgestaltung einbezieht“ (Ganslandt, Hofmann, 1992). Folglich werden architektonische Elemente hervorgehoben, also in Szene gesetzt. Im Gegensatz dazu sorgt das Architekturlicht dafür, dass Bauwerke gleichmäßig beleuchtet werden (Wikipedia, no date).

Soweit zur Theorie. Doch was macht denn nun die #Lichtarchitektur aus? Und wer sind überhaupt die „Lichtarchitekten“?

Zu den weltweit führenden Lichtarchitekten zählen beispielsweise die Experten der #ERCO GmbH mit Sitz in Lüdenscheid. 1934 gegründet, kann die Firma sich heute als weltweiten Vorreiter im Bereich des In‐Szene‐Setzens von Innen- und Außenräumen bezeichnen. Der hohe Sachverstand seitens ERCO spiegelt sich in der Entwicklungsstärke und Technologiekompetenz – insbesondere in der #LED-Optoelektronik – wider (Hrsg. IHK Arnsberg, 2013).

„ERCO Lichtwerkzeuge beleuchten (…) deshalb heute herausragende Bauwerke wie den Berliner Reichstag oder die National Portrait Gallery in London ebenso effektvoll wie Flagship-Stores etwa von Diesel Jeans, Dolce & Gabbana oder National Geographic sowie die Flughäfen in Malaga, Dubai, Montevideo und London-Stansted.“

(Hrsg. ERCO GmbH, 2012)

 Um nun die Frage zu klären, was Lichtarchitektur ausmacht, werfen wir am besten einen Blick auf konkrete Projekte, ebenfalls am Beispiel von ERCO:

Burj-Al-Arab
Der #Burj al Arab in #Dubai, der Turm der Araber, ist mit seinen 321 Metern das höchste Hotel der Welt. ERCO hat hier in mehreren Teilbereichen für die Innenbeleuchtung gesorgt. Durch die Installation der ERCO-Leuchten wird der Glanz des 22-karätigen Blattgoldes verstärkt. Der jeweilige Einfallswinkel des Lichts hebt kleinste Details wie Rundungen, Kanten und Verzierungen deutlich hervor. Wenn man vom Foyer aus nach oben sieht, fällt auf, dass jede Etage eine eigene Deckenfarbe besitzt. Somit entsteht ein Farbverlauf, der durch die jeweilige Beleuchtung, die in Lichtfarbe (warmes oder kaltes Licht), Intensität und Einfallswinkel variiert, verstärkt wird (Hrsg. Maack, 2001). Ohne den Einsatz entsprechender Beleuchtung würde man viele architektonische Details gar nicht wahrnehmen. Die Lichtarchitektur unterstützt hier also den Ornamentreichtum des arabischen Architekturstils und verhilft dem Gebäude erst zu seiner vollen Strahlkraft als Symbol der modernen arabischen Welt.

burj al arab_säuleBurj_Al_Arab_Interior

 

 

 

 

 

 

 

Gold, silbern oder weiß im Tageslicht schimmernd erhebt sich #Frank O. Gehrys Guggenheim Museum zwischen den Industriebauten, Hafenanlagen und Schnellstraßen des baskischen Bilbaos. Hier hat ERCO nicht nur die Innen-, sondern auch die Außenbeleuchtung übernommen. Im Zentrum des ca. 24.000 m2 großen Museums steht das 50 m hohe Atrium mit seinem Glasdach. „Zum einen wirkt es (das Atrium) wie das Form‐ und Materialkonzentrat des gesamten Gebäudes: Stein, Glas, Titan, Kurven, gerade Linien, Undurchsichtigkeit, Transparenz, offene Sichten und verborgene Winkel finden zu einem sinnlichen Zusammenspiel. Zum anderen erschließt sich von hier aus über gekurvte Brücken, gläserne Lifte und Treppentürme das Museum.“ (Hrsg. Maack, 1998) Hier wurden also alle möglichen architektonischen Materialien und Formen in Einklang gebracht. Und genau diese sind es, die das #Zusammenspiel von #Licht, #Schatten und #Lichtreflektion bei Nacht noch eindrucksvoller machen. Durch die Glasfronten scheint warmes, leicht oranges Licht, die metallene Fassade wird stellenweise angestrahlt und schimmert golden bis fast silbern. Im Eingangsbereich scheint die Front durch das eher kalte Licht beinahe weiß. Umgeben von Wasser, spiegelt sich das #Guggenheim Museum und wirkt somit noch imposanter. Wie beim Burj al Arab in Dubai werden auch hier die Konturen und Unterschiede der Materialien hervorgehoben. Besonders das „schuppige“ #Titan an sich und die Farbunterschiede seiner einzelnen Platten werden durch die #Lichtakzente betont.

guggenheimbilbaoGuggenheim-Museum-Bilbao8

 

 

 

 

Doch welche Aspekte leiten die Lichtplaner bei der Inszenierung eines Gebäudes? Wie gehen sie an diese extrem anspruchsvolle Aufgabe heran? – Hierbei spielen der Funktionszweck des jeweiligen Gebäudes, dessen Standort sowie kulturelle und wahrnehmungspsychologische Aspekte eine wichtige Rolle.

Bei einem Hotel wie dem Burj al Arab ist es wichtig, „dem Gast mit einer schlüssigen #Dramaturgie ein #Erlebnis für alle #Sinne bieten zu können“ (www.erco.com, no date). Hier zählt es, ein Konzept auszuarbeiten, das Licht, #Raum und Zeit verbindet und eine angenehme #Atmosphäre schafft, in der sich der Gast wohlfühlt. Um szenografische Lichteffekte zu schaffen, empfiehlt es sich, eine #Lichtsteuerung zu installieren (www.erco.com, no date). Durch ihre Automatisierung können die Betreiber des Gebäudes einfacher auf sich ändernde Tageslichtverhältnisse reagieren. Ebenso können einzelne Hotelbereiche variabel in Szene gesetzt werden, beispielsweise für #Themenevents, da zwischen warmem und kaltem Licht und verschiedenen Farben variiert werden kann. Somit lässt die Installation einer Lichtsteuerung die #Kreation von verschiedenen Atmosphären in ein und demselben Raum zu.

Um Fassaden nachhaltig inszenieren zu können, gilt es, sich klar zu machen, dass „unsere visuelle #Wahrnehmung vertikale Flächen heller wahrnimmt als horizontale und ihnen damit die höchste Relevanz beimisst“ (www.erco.com, no date). Lichtarchitekten gliedern daher große Flächen durch #Lichtakzente, um Säulen und Gesimse hervorzuheben. Feinheiten können am besten mit #Streulicht verdeutlicht werden. Dieses findet sich auch beim #Guggenheim Museum in #Bilbao: die Unterschiede der Titanoberfläche werden durch das Streulicht reliefartig hervorgehoben. Hier ist es bei der Auswahl der Leuchten jedoch wichtig, auf Streulichtfreiheit und gute Abblendung zu achten, um #Lichtsmog zu vermeiden (www.erco.com, no date), denn das Guggenheim Museum befindet sich mitten in der Stadt und die Beachtung von Umweltaspekten ist hier ein wichtiges Thema.

Mit viel technologischer Expertise und interdisziplinärem Fachwissen entsteht so eine eigenständige „Lichtarchitektur, die die nächtliche Erscheinung von Gebäuden, Städten und Landschaften prägt“ (ERCO GmbH, 11.04.2012), und dem Inneren eines Bauwerkes eine ganz bestimmte Atmosphäre verleiht.

Bleibt noch die Frage zu klären, warum ein #Weltmarktführer im Bereich Licht seinen Hauptsitz im beschaulich abgelegenen Lüdenscheid hat. Klaus J. Maack, Seniorchef von ERCO, tut dies gern mit einem Augenzwinkern ab: “Vielleicht liegt das am dunklen Sauerland?“

 

 

Quellen:

Literatur:

Frye, T., Hackenberg, D., Kottenhahn, L. und Schmidt, R. in Kooperation mit IHK Arnsberg, Hellweg-Sauerland, Südwestfälische IHK zu Hagen, IHK Siegen (2013) Weltmarktführer und Bestleistungen der Industrie aus Südwestfalen (3. Auflage) , Seite 39

Ganslandt, R., Hofmann, H. (1992) Handbuch der Lichtplanung (1. Auflage)

Maack, K. J. (1998) ERCO Lichtbericht 57

Maack, K. J. (2001) ERCO Lichtbericht 65

Maack, T. H. (2012) ERCO Lichtbericht 94

 

Online:

http://de.wikipedia.org/wiki/Lichtarchitektur, accessed: 04.04.2015

http://www.licht-akzente.de, accessed: 04.04.2015

http://www.lichtarchitektin.de/index.php, accessed, 04.04.2015

http://de.wikipedia.org/wiki/Lichtdesign, accessed: 04.04.2015

https://books.google.de/books?id=J8caWe6p8egC&pg=PA1087&lpg=PA1087&dq=lichtarchitektur+nach+teichmüller&source=bl&ots=P1HJByrlIM&sig=D__tnGhzU_8UuD8lP1skd2d9VYg&hl=de&sa=X&ei=HyoyVfDnIILparf8gfgM&ved=0CC4Q6AEwAw#v=onepage&q=lichtarchitektur%20nach%20teichmüller&f=false, accessed: 07.04.2015

http://www.mischakuball.com/texts/9-texts-texts/136-christoph-assendorf.html, accessed: 07.04.2015

http://www.baulinks.de/webplugin/2007/0997.php4, accessed: 07.04.2015

http://www.baulinks.de/webplugin/2001/0444.php4, accessed: 07.04.2015

http://www.highlight-web.de/news/newsanzeige/article/stift-klosterneuburg-von-erco-eindrucksvoll-in-neues-licht-gerueckt.html#.VOWkVy7guK0, accessed: 07.04.2015

http://www.thai-event.com/assets/applets/Licht_und_Szenografie.pdf, accessed: 07.04.2015

http://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=9&ved=0CFEQFjAI&url=http%3A%2F%2Fwww.archplus.net%2Fdownload%2Fartikel%2F1306%2F&ei=DKHlVK2uJ4qBPfD7gegH&usg=AFQjCNGvJJWHBDePzOH580amzAEtknxktg&bvm=bv.85970519,d.ZWU, accessed: 07.04.2015

http://media4.heinze.de/media/60189/pdf/15230933px595x841.pdf, accessed: 10.04.2015

http://www.erco.com/projects/focus/events/review-of-the-light-building-2014-5958/de/, accessed: 10.04.2015

http://www.erco.com/projects/culture/leica-trade-fair-stand-and-gallery-photokina-2012-5503/de/, accessed: 10.04.2015

http://www.erco.com/service/press-release/events_9/interconnected-place-of-inspirat_2448/de/de_interconnected-place-of-inspirat_press_1.php, accessed: 10.04.2015

http://www.lde-net.com/lde_website/projects/messe/messestand_60/de/de_messestand_projec_4.php, accessed: 10.04.2015

http://www.erco.com/projects/projects-5790/de/

http://www.erco.com/projects/hospitality/hospitality-5780/de/, accessed: 15.04.2015

http://www.erco.com/projects/focus/events/review-of-the-light-building-2014-5958/de/, accessed: 15.04.2015

http://www.erco.com/projects/culture/leica-trade-fair-stand-and-gallery-photokina-2012-5503/de/, accessed: 15.04.2015

http://www.erco.com/projects/public/public-5787/de/ accessed: 15.04.2015

Pressemeldung vom 11.04.2012 „Unternehmensporträt: ERCO, die Lichtfabrik – mit richtungsweisender LED-Technologie weltweit aktiv“ http://www.erco.com/service/press-release/company_3/company-profile-erco-the-light_2439/de/de_company-profile-erco-the-light_press_1.php accessed: 17.04.2015

Pressemeldung vom 13.03.2014 „Vernetzter Inspirationsraum: ERCO Messestand auf der Light + Building 2014“ http://www.erco.com/service/press-release/events_9/interconnected-place-of-inspirat_2448/de/de_interconnected-place-of-inspirat_press_1.php accessed: 17.04.2015

https://twitter.com/search?q=%23ercoinspiration&src=typd, accessed: 25.04.2015

https://twitter.com/erco_lighting/favorites, accessed: 25.04.2015

http://de.wikipedia.org/wiki/Lichtarchitektur, accessed: 25.04.2015

 

 

 

Bildquellen:

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/c/c5/Burj_Al_Arab_Interior_on_25_December_2007_Pict_11.jpg

http://www.gossipmag.net/wp-content/uploads/2013/07/Burj-Al-Arab.jpg

http://www.turistik.ro/arata_img2.php?cale=/upcom&img=album_2721_30101.jpg&w=1600&h=1000

http://news.spainhouses.net/wp-content/uploads/Guggenheim-Museum-Bilbao8.jpg

http://www.heise.de/imagine/ApqelZELrZ5JCV7irODItAVjoo8/gallery/Guggenheim-Museum-Bilbao.jpg

 

Titelbild: http://www.dubaient.com/wp-content/uploads/2014/11/burj_al_arab_atkins271008_5.jpg

 

Laser – Das Inszenierungstool von morgen

von Christian Parsche, Student an der Hochschule für Internationales Management Heidelberg

Licht ist nicht Alles, aber ohne Licht ist Alles Nichts. Ohne Licht ist alles anders. Materie könnte in der Form, wie wir sie kennen, nicht bestehen. Deshalb ist Licht nicht nur ein fundamentaler Teil unseres Lebens, sondern auch einer Veranstaltung.

Der Moment, wenn sich im Theatersaal die Lichter verdunkeln und plötzlich eine knisternde Stille herrscht, hatte schon immer etwas magisches. Weil man nicht weiß, was als nächstes kommt und schon im Inneren darauf wartet, begeistert zu werden. Als Besucher der diesjährigen Prolight & Sound haben mich nach dieser anfänglichen Dunkelheit vor Allem die Laser begeistert. Scheinbar unendliche Strahlen durchzogen zum Teil die gesamte Messehalle in subtiler Klarheit und berauschender Geschwindigkeit.

Aber wie wird dieser Lichtstrahl so stark gebündelt und woher kommt diese Energie?

Um das zu verstehen schauen wir uns zunächst an, welche unterschiedlichen Scheinwerferarten es in der #Lichttechnik gibt. Sie werden grundsätzlich in zwei Gruppen eingeteilt: Bewegtes und nicht bewegtes Licht.

Scheinwerfer

Nicht bewegtes Licht

PAR-Scheinwerfer (parabolic aluminized reflector)

Dieser Scheinwerfer ist der Klassiker unter den Lichtern und gehört zu den Urgesteinen der Lichttechnik. Selbst im heutigen Zeitalter der bewegten Lichter kommt dieser Scheinwerfer immer noch auf der Bühne zum Einsatz. Der Name kommt von dem Parabolspiegel, der hinter dem Leuchtmittel plaziert ist und die Strahlen nach vorn gerichtet austreten lässt. Den Scheinwerfer gibt es in unterschiedlichen Größen, welche durch den Durchmesser der Lichtaustrittsfläche in Achtelzoll notiert werden. Häufig sind PAR 64 und PAR 56, um großflächig auszuleuchten, sowie PAR 36 als Punktstrahler.

Linsenscheinwerfer

Dieser unterscheidet sich zum PAR-Scheinwerfer durch eine Linse, die vor der Austrittsöffnung plaziert wird, um einen scharfen Lichtkegel (beam) zu erzeugen. Dabei ist das Leuchtmittel auf einem beweglichen Sockel montiert, um den Brennpunkt der Lichtstrahlen zu verschieben. Linsenscheinwerfer werden häufig in Theater in Kombination mit einer Torblende eingesetzt. (siehe Bild)

Linsenscheinwerfer mit Torblende

Bewegtes Licht

Moving Head & Scanner

Der Begriff Moving Head kommt aus dem englischen und bedeutet „Bewegter Kopf“. Der Name kommt daher, dass sich das Leuchtmittel im Kopf der Lampe befindet und sich mit ihr dreht. Dieses Leuchtmittel wird auch Spot genannt und ist mit einer Linse ausgestattet, um das projizieren von scharfen Bildern zu ermöglichen.

Moving_Head_Zeichnung
Quelle: Wikipedia (no date)

Hinter den Spot sind meist noch Farb- und Goboräder, eine Blende und eine Focus-Linse eingebaut. Die Farbräder bestehen aus gefärbten Glasscheiben, welche sich in den Strahlengang schwenken lassen. Sind mehrere Farbräder vorhanden, können auch Farben gemischt werden. Mithilfe des Goborads lassen sich Gobos in den Strahlengang einschieben. Gobos sind hitzefeste, dauerbeständige Projektionsscheiben, die ähnlich wie ein Dia in einen Projektor eingeschoben werden. Mithilfe der Blende lässt sich der Lichtkegel zuschneiden und der Beam des Lichtes vergrößern oder verkleinern. (Wikipedia (no date))

Moving Heads sind im Aufbau ähnlich wie Scanner, mit dem Unterschied, dass bei dem Scanner der Lichtkegel durch einen Spiegel bewegt wird und sich bei dem Moving Head die gesamte Lampe bewegt. Beide Systeme haben ihre Vor und Nachteile. Einerseits ist durch den Spiegel des Scanners eine sehr schnelle Bewegung des Lichtkegels möglich, andererseits kann der Lichtstrahl hier nur in einem begrenzten Raum gelenkt werden.

Alphanet-Bochum (no date)

Nachdem nun die Grundlagen der Lichttechnik bekannt sind, können wir einen Blick darauf werfen, wie sich Laser von anderen Scheinwerfern unterscheiden.

Laser

Laser sind gebündelte Energiewellen mit der selben Amplitude und Phase, welche in die gleiche Richtung fließen. Sie sind kohärent – sie bleiben zusammen und bilden einen Laserstrahl. Die Breite einer solchen Welle wird in Nanometern gemessen und definiert die Farbe sowie Sichtbarkeit eines Laserstrahles.

Quelle: Brillen und Sehhilfen (no date)

Standardgemäß nutzen analoge Laser die drei Primärfarben Rot, Grün und Blau. Durch mischen der Farben können somit fast alle Sekundärfarben erzeugt werden.

Sichtbar werden die Laserstrahlen durch Wasser- und Staubpartikel in der Luft, die der Laserstrahl auf seinem Weg trifft. Deswegen nutzen Veranstaltungstechniker Haze- oder Nebelmaschinen, um die Laser sichtbar zu machen. Bei einer Open-Air Veranstaltung reflektiert der Laserstrahl größtenteils von Staub und Wasserpartikel in der Luft, jedoch kann durch unvorhersehbare Wetterbedingungen nie sichergestellt werden, dass Nebelmaschinen hier den gewünschten Effekt hervorrufen. Deswegen werden bei solchen Veranstaltungen Hochleistungslaser verwendet, um dem Mangel an Staub, Dunst und Nebel gerecht zu werden.

Ein modernes Lasersystem besteht im Grunde aus 7 Teilen:

  • Laserquelle
  • Scanning-System
  • Stromversorgungsgerät
  • Treiber
  • Sicherheitstechnik
  • optische Komponenten
  • Transistoren, Kabel, Sicherungen und viele Kleinteile

Um nun atemberaubende Lasershows in den Nacht- oder Veranstaltungshimmel zu zaubern, ist es wichtig zu verstehen, wie das Scanning-System funktioniert.

Dieses besteht in erster Linie aus zwei kleinen Spiegeln, die den Laserstrahl auf der X und Y-Achse bewegen. In Zusammenarbeit können sie den Laser in jede beliebige Vorwärtsrichtung lenken. Sobald ein Laserstrahl mehr als 20 mal pro Sekunde bewegt (Neudeutsch: gescanned) wird, nimmt es das menschliche Auge als feststehendes Objekt wahr.

Das heißt, dass jede Form, die von einem Laser gezeichnet wird, eigentlich nur aus einem einzigen Laserstrahl besteht, der unglaublich schnell bewegt wird. Dabei kommt jedes Scanning-System an ein mechanisches Limit, wie viele Punkte es zu einem Zeitpunkt darstellen kann. Dieses Limit wird in ‚Points per Second‘ (pps) angegeben.

scanning-system
Scanning-System, Quelle: Kvant (no date)

Je nach Wetterbedingungen und Leistung der Laser können die Laserstrahlen kilometerweit sichtbar sein. Deswegen ist bei der Verwendung von Lasern eine erhöhte Vorsicht geboten, um vor allem bei Outdoor-Events keine Flugzeuge zu blenden. Durch den konzentrierten Lichtstrahl können zwar atemberaubende Effekte erzeugt werden, jedoch bedeutet dies auch, dass die gesamte Energie gebündelt in eine Richtung läuft. Dadurch kann das Laserlicht bei direkter Betrachtung sehr gefährlich für das Auge werden. Aus diesem Grund ist Lasersicherheit unabdingbar und sollte vor jedem Event geprüft werden.


#Laser als Inszenierungstool

Ein Laser hat im Gegensatz zu herkömmlichen Scheinwerfern den Vorteil, dass dieser die Lichtenergie gebündelt in eine Richtung abgeben kann und somit ein sehr klaren Lichtstrahl erzeugt. Somit ist es möglich, bei Veranstaltungen mit Hilfe des Laserlichts Wände in die Luft zu bauen oder Netze aus Lichtkegeln zu spannen, wo eigentlich gar keine sind. Diese mächtigen Gebilde in der Luft wirken beeindruckend auf das Publikum, da gerade über ihren Köpfen ein neues Bühnenbild entsteht. Im Zusammenspiel mit gezieltem Einsatz von Nebelmaschinen ergibt dies ein atemberaubendes Bild.

Quelle: Laserperformance (no date)

Grundsätzlich kann man Laser in drei verschiedenen Arten einsetzen:

Einsatz von Lasern

Ein Laser als Effektquelle sollte jedem bekannt sein, der in den letzten Jahren eine Veranstaltung oder Diskothek besucht hat. Durch die schnelle Bewegung der Laserstrahlen wird versucht, besonders beeindruckende Formen in den Himmel zu zeichnen.

Bei der Bildprojektion wird es schon spannender. Hier versucht man textliche oder grafische Inhalte auf einer Projektionsfläche, oder sogar als Hologramm darzustellen. Um letzteren Effekt zu erreichen, ist der gezielte Einsatz von Nebelschwaden und unterschiedlich starken Lasern notwendig.

Durch Interaktion wird das Licht mit in die Inszenierung eingebunden und beeinflusst Prozesse auf der Bühne. In der obenstehenden Grafik ist eine Laserharfe zu sehen, welche durch Unterbrechung der Lichtstrahlen einen Ton abgibt. Auf der #Prolight & Sound wurden bei einer Lasershow der Firma #Kvandt interaktiv die Elemente Tanz und Laser zusammengebracht. Die Tänzer scheinen die Laserstrahlen mit Gesten und Bewegungen zu steuern, wodurch eine sehr beeindruckende Inszenierung entsteht.

Dabei wird mithilfe eines Projektors ein grauer Wolkenhimmel an die Rückwand der Bühne projiziert, man hört Donnergrollen, gefolgt von einem hellen Laserblitz. Als die ersten Regentropfen zu hören sind, rauschen kleine blaue Laserstrahlen an der Rückwand der Bühne zu Boden, deren Lichtstrahlen durch den Nebel die Illusion erwecken, dass es tatsächlich regnet. Für mich war dies ein gelungener Einsatz von Lasern, fernab von den bunten Lasershows der 2000er Technopartys.

Abschließend bleibt zu sagen, dass die #Lichttechnik uns als Eventmanager bei Veranstaltungen immer ein treuer Begleiter bleiben wird. Dabei ist es wichtig, die Qualität statt Quantität im Auge zu behalten, um eine erfolgreiche Inszenierung durchführen zu können.


Literaturverzeichnis:

Abbildungsverzeichnis:

Das griechische Theater und dessen Inszenierung

von Laura María Ochoa Morales, Studentin an der Hochschule für Internationales Management Heidelberg

In der Antike beruhte die #Architektur des #griechischen Theaters auf der Idee, einen Raum zu errichten bzw. zu gestalten, um Events realisieren und Menschen zusammenbringen zu können. Spektakel forderten seit jeher spezielle Plätze, die für eine Inszenierung geeignet sind, und schufen die Notwendigkeit, bestehende Räumlichkeiten umzugestalten oder gegebenenfalls neu zu entwerfen. Somit wurde die Architektur zu einem entscheidenden Faktor für den Erfolg eines Spektakels oder Events. (Muños, no date a)

Das Theater im antiken Griechenland war stark geprägt von Ritualen sowie religiösen Zeremonien, beispielsweise zu Ehren des Gottes #Dionysos, Gott des Weines und der Freude, und war inspiriert von  Wahnsinn und Ekstase. (TRAMPITÁN. Artes escénicas, no date)   Schauspiele dieser Art wurden in Griechenland im 5. Jahrhundert v. Chr.  in offenen, meist elliptischen Theaterstätten aufgeführt. Dort fand die Darbietung des Protagonisten in der Mitte des Platzes, umgeben von der Öffentlichkeit, statt. Für diese Anlässe wurden Bühnenhäuser, sogenannte Szenen (Skené), erbaut, welche letztendlich zur Errichtung einer Orchestra beitrugen: Eine kreisförmige, glatte Fläche, in deren Zentrum sich ein Altar für die Durchführung von Opfergaben zu Ehren des Dionysos befand. (Muños, no date b)

teatro de dioniso

(Panoramio ,no date)

Nach und nach wurden weitere Gebäude neben der Spielfläche, zum Beispiel für Umkleideräume und Sitzreihen für das Publikum, aus Holz errichtet. Die ersten griechischen Theater zeichneten sich durch drei charakteristische Elemente aus: Die Orchesta (Aufenthaltsort des Chores und der Darsteller während der Darbietung), die Skené (eine erhöhte Plattform, auf welcher die Schauspieler agierten) und das Koilon (Sitzreihe). (Guía de Grecia, no date a) Eine architektonische Besonderheit ist hierbei. dass das griechische Theater überwiegend an Berghängen anzutreffen ist, um die Erhöhung auszunutzen. Aufgrund der halbkreisförmigen Gestaltung sowie der stufenweise ansteigenden Zuschauertribüne, konnte sichergestellt werden, dass sämtliche Zuschauer die Spektakel von jedem Platz aus sehen und hören konnten. (Definición, no date)

teatro-6

(Guia de Grecia, no date)

Anfangs war die Skené  durch eine schlichte Mauer nach hinten begrenzt und die Natur spielte eine wichtige Rolle im szenischen Raum. Später, in der Epoche des Aischylos (erster Vertreter der griechischen Tragödie), wurde ein Vorhang (Periactois) angebracht. In der darauffolgenden Epoche des Euripides (großer, tragischer Dichter des antiken Griechenlands) entstanden die ersten mobilen Plattformen, welche die Schauspieler unter anderem schweben ließen. Auch gab es erhöhte Plattformen, die den Olymp mit Treppen und Terrassen darstellen sollte. (Apuntes Teatrales, no date a)

 Ein weiterer bedeutender Fortschritt während der griechischen Epoche war, die Bühnenmaschinerie. Diese ermöglichte es mit Hilfe einer drehbaren Plattform, das Bühnenbild zu verändern. Die Kanzel konnte, während der Darbietung emporgehoben werden, um den hohen Göttern näher zu kommen. Unterirdische Treppen konnten integriert werden. Hierdurch konnten Schauspieler die Bühne erstmals vom Unterboden aus betreten. (Apuntes Teatrales, no date b)

Das Dionysos Theater gilt als das wichtigste griechische Theater und befindet sich in der Akropolis in Athen. Historiker vermuten, dass der Bau dieses Amphitheaters im 6. Jahrhundert v. Chr. begann und nach Vollendung eine maximale Kapazität von 16.000 Zuschauern umfasste. (Guía de Grecia, no date b)

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(Blogcurioso,no date)

Auch heute noch existieren griechische Theater, welche inzwischen als Ikonen der Architektur gelten. Es ist wichtig darauf hinzuweisen, dass die Entwicklung des heutigen (szenischen) Raumes direkt mit der Geschichte des Theaters in Zusammenhang steht.

Laura María Ochoa Morales

Literaturverzeichnis:

Apuntes Teatrales (no date) „ Esquilo, Sófocles y Eurípides” (online: http://teatropuro.blogspot.de/2007/06/esquilo-sfocles-y-eurpides.html; accessed: 14 März 2015)

Definición (no date) „Teatro Griego” (online: http://definicion.de/teatro-griego/#ixzz3USarzs3n; accessed: 13 März 2015)

Guía de Grecia (no date) „El teatro griego” (online: http://www.guiadegrecia.com/general/teatro.html; accessed: 13 März 2015)

Muños Guardo Gina (no date) „El Espacio Escénico” (online: https://www.aiu.edu/applications/DocumentLibraryManager/upload/1-5252013-73051-41494125.pdf; accessed: 13 März 2015)

TRAMPITÁN. Artes escénicas (no date) „Teatro griego y romano” (online: http://trampitan.blogspot.de/2010/10/teatro-griego-y-romano.html; accessed: 13 März 2015)

Abbildungsverzeichnis:

Araceli Laurence (no date) „Locura y destrucción en el teatro griego clásico” (online: https://pendientedemigracion.ucm.es/info/especulo/numero38/locuragr.html; accessed: 15 März 2015)

Blogcurioso (no date) „ Teatro Griego” (online: http://www.blogcurioso.com/teatro-griego/; accessed: 16 März 2015)

Guía de Grecia (no date) „El teatro griego” (online: http://www.guiadegrecia.com/general/teatro.html; accessed: 13 März 2015)

Panoramio (no date) „Teatro de Dionisio” (online: http://www.panoramio.com/photo/9627063; accessed: 16 März 2015)

 Weiterführende Informationen:

Griechisches Theater (no date) „Allgemeines zum antiken Theater Griechenlands“ (online: http://griechischestheater.npage.de/; accessed: 19 März 2015)

Schillergymnasium (no date) „Das griechische Theater“ (online: http://www.schillergymnasium-muenster.de/schule/griechisches-theater.php; accessed: 19 März 2015)

Welt der goetter (no date) „Dionysos“ (online: http://www.weltdergoetter.de/griechische-goetter/dionysos.html; accessed: 19 März 2015)