Archiv der Kategorie: Inszenierung

Petra Blaisse: „Light is important to give objects a meaning“

https://twitter.com/erco_lighting/favorites

 Von Ina Kosicki, Studentin an der Hochschule für Internationales Management Heidelberg

Wir alle kennen sie: die unzähligen Bauwerke, die, nachts aufwändig beleuchtet, oft noch viel imposanter wirken, als im Tageslicht. Selten nehmen wir sie in ihrer gesamten Intensität wahr. Doch was wir meistens mit der Bemerkung: “Ist halt ganz nett angeleuchtet…“ abtun, ist ein Meisterwerk der Inszenierung. Wer den Auftrag für die #Installation der richtigen Strahler an der richtigen Stelle bekommt, darum wetteifern die Großen der #Leuchtenindustrie. Doch was steckt hinter dem In‐Szene-Setzen architektonischer Werke und welchen Blick müssen wir entwickeln, um nächstes Mal nicht einfach an dem ‚nett angeleuchteten‘ Gebäude vorbeizulaufen?

Zunächst einmal gilt es, sich ein wenig mit dem Fachjargon zu befassen: Worin liegt der Unterschied zwischen „Lichtarchitektur“ und „Architekturlicht“? Joachim Teichmüller, der Gründer des ersten deutschen Instituts für Lichttechnik in Karlsruhe, prägte den Begriff der „Lichtarchitektur“ schon 1926 als eine Architektur, die „das Licht als Baustoff begreift und bewusst in die architektonische Gesamtgestaltung einbezieht“ (Ganslandt, Hofmann, 1992). Folglich werden architektonische Elemente hervorgehoben, also in Szene gesetzt. Im Gegensatz dazu sorgt das Architekturlicht dafür, dass Bauwerke gleichmäßig beleuchtet werden (Wikipedia, no date).

Soweit zur Theorie. Doch was macht denn nun die #Lichtarchitektur aus? Und wer sind überhaupt die „Lichtarchitekten“?

Zu den weltweit führenden Lichtarchitekten zählen beispielsweise die Experten der #ERCO GmbH mit Sitz in Lüdenscheid. 1934 gegründet, kann die Firma sich heute als weltweiten Vorreiter im Bereich des In‐Szene‐Setzens von Innen- und Außenräumen bezeichnen. Der hohe Sachverstand seitens ERCO spiegelt sich in der Entwicklungsstärke und Technologiekompetenz – insbesondere in der #LED-Optoelektronik – wider (Hrsg. IHK Arnsberg, 2013).

„ERCO Lichtwerkzeuge beleuchten (…) deshalb heute herausragende Bauwerke wie den Berliner Reichstag oder die National Portrait Gallery in London ebenso effektvoll wie Flagship-Stores etwa von Diesel Jeans, Dolce & Gabbana oder National Geographic sowie die Flughäfen in Malaga, Dubai, Montevideo und London-Stansted.“

(Hrsg. ERCO GmbH, 2012)

 Um nun die Frage zu klären, was Lichtarchitektur ausmacht, werfen wir am besten einen Blick auf konkrete Projekte, ebenfalls am Beispiel von ERCO:

Burj-Al-Arab
Der #Burj al Arab in #Dubai, der Turm der Araber, ist mit seinen 321 Metern das höchste Hotel der Welt. ERCO hat hier in mehreren Teilbereichen für die Innenbeleuchtung gesorgt. Durch die Installation der ERCO-Leuchten wird der Glanz des 22-karätigen Blattgoldes verstärkt. Der jeweilige Einfallswinkel des Lichts hebt kleinste Details wie Rundungen, Kanten und Verzierungen deutlich hervor. Wenn man vom Foyer aus nach oben sieht, fällt auf, dass jede Etage eine eigene Deckenfarbe besitzt. Somit entsteht ein Farbverlauf, der durch die jeweilige Beleuchtung, die in Lichtfarbe (warmes oder kaltes Licht), Intensität und Einfallswinkel variiert, verstärkt wird (Hrsg. Maack, 2001). Ohne den Einsatz entsprechender Beleuchtung würde man viele architektonische Details gar nicht wahrnehmen. Die Lichtarchitektur unterstützt hier also den Ornamentreichtum des arabischen Architekturstils und verhilft dem Gebäude erst zu seiner vollen Strahlkraft als Symbol der modernen arabischen Welt.

burj al arab_säuleBurj_Al_Arab_Interior

 

 

 

 

 

 

 

Gold, silbern oder weiß im Tageslicht schimmernd erhebt sich #Frank O. Gehrys Guggenheim Museum zwischen den Industriebauten, Hafenanlagen und Schnellstraßen des baskischen Bilbaos. Hier hat ERCO nicht nur die Innen-, sondern auch die Außenbeleuchtung übernommen. Im Zentrum des ca. 24.000 m2 großen Museums steht das 50 m hohe Atrium mit seinem Glasdach. „Zum einen wirkt es (das Atrium) wie das Form‐ und Materialkonzentrat des gesamten Gebäudes: Stein, Glas, Titan, Kurven, gerade Linien, Undurchsichtigkeit, Transparenz, offene Sichten und verborgene Winkel finden zu einem sinnlichen Zusammenspiel. Zum anderen erschließt sich von hier aus über gekurvte Brücken, gläserne Lifte und Treppentürme das Museum.“ (Hrsg. Maack, 1998) Hier wurden also alle möglichen architektonischen Materialien und Formen in Einklang gebracht. Und genau diese sind es, die das #Zusammenspiel von #Licht, #Schatten und #Lichtreflektion bei Nacht noch eindrucksvoller machen. Durch die Glasfronten scheint warmes, leicht oranges Licht, die metallene Fassade wird stellenweise angestrahlt und schimmert golden bis fast silbern. Im Eingangsbereich scheint die Front durch das eher kalte Licht beinahe weiß. Umgeben von Wasser, spiegelt sich das #Guggenheim Museum und wirkt somit noch imposanter. Wie beim Burj al Arab in Dubai werden auch hier die Konturen und Unterschiede der Materialien hervorgehoben. Besonders das „schuppige“ #Titan an sich und die Farbunterschiede seiner einzelnen Platten werden durch die #Lichtakzente betont.

guggenheimbilbaoGuggenheim-Museum-Bilbao8

 

 

 

 

Doch welche Aspekte leiten die Lichtplaner bei der Inszenierung eines Gebäudes? Wie gehen sie an diese extrem anspruchsvolle Aufgabe heran? – Hierbei spielen der Funktionszweck des jeweiligen Gebäudes, dessen Standort sowie kulturelle und wahrnehmungspsychologische Aspekte eine wichtige Rolle.

Bei einem Hotel wie dem Burj al Arab ist es wichtig, „dem Gast mit einer schlüssigen #Dramaturgie ein #Erlebnis für alle #Sinne bieten zu können“ (www.erco.com, no date). Hier zählt es, ein Konzept auszuarbeiten, das Licht, #Raum und Zeit verbindet und eine angenehme #Atmosphäre schafft, in der sich der Gast wohlfühlt. Um szenografische Lichteffekte zu schaffen, empfiehlt es sich, eine #Lichtsteuerung zu installieren (www.erco.com, no date). Durch ihre Automatisierung können die Betreiber des Gebäudes einfacher auf sich ändernde Tageslichtverhältnisse reagieren. Ebenso können einzelne Hotelbereiche variabel in Szene gesetzt werden, beispielsweise für #Themenevents, da zwischen warmem und kaltem Licht und verschiedenen Farben variiert werden kann. Somit lässt die Installation einer Lichtsteuerung die #Kreation von verschiedenen Atmosphären in ein und demselben Raum zu.

Um Fassaden nachhaltig inszenieren zu können, gilt es, sich klar zu machen, dass „unsere visuelle #Wahrnehmung vertikale Flächen heller wahrnimmt als horizontale und ihnen damit die höchste Relevanz beimisst“ (www.erco.com, no date). Lichtarchitekten gliedern daher große Flächen durch #Lichtakzente, um Säulen und Gesimse hervorzuheben. Feinheiten können am besten mit #Streulicht verdeutlicht werden. Dieses findet sich auch beim #Guggenheim Museum in #Bilbao: die Unterschiede der Titanoberfläche werden durch das Streulicht reliefartig hervorgehoben. Hier ist es bei der Auswahl der Leuchten jedoch wichtig, auf Streulichtfreiheit und gute Abblendung zu achten, um #Lichtsmog zu vermeiden (www.erco.com, no date), denn das Guggenheim Museum befindet sich mitten in der Stadt und die Beachtung von Umweltaspekten ist hier ein wichtiges Thema.

Mit viel technologischer Expertise und interdisziplinärem Fachwissen entsteht so eine eigenständige „Lichtarchitektur, die die nächtliche Erscheinung von Gebäuden, Städten und Landschaften prägt“ (ERCO GmbH, 11.04.2012), und dem Inneren eines Bauwerkes eine ganz bestimmte Atmosphäre verleiht.

Bleibt noch die Frage zu klären, warum ein #Weltmarktführer im Bereich Licht seinen Hauptsitz im beschaulich abgelegenen Lüdenscheid hat. Klaus J. Maack, Seniorchef von ERCO, tut dies gern mit einem Augenzwinkern ab: “Vielleicht liegt das am dunklen Sauerland?“

 

 

Quellen:

Literatur:

Frye, T., Hackenberg, D., Kottenhahn, L. und Schmidt, R. in Kooperation mit IHK Arnsberg, Hellweg-Sauerland, Südwestfälische IHK zu Hagen, IHK Siegen (2013) Weltmarktführer und Bestleistungen der Industrie aus Südwestfalen (3. Auflage) , Seite 39

Ganslandt, R., Hofmann, H. (1992) Handbuch der Lichtplanung (1. Auflage)

Maack, K. J. (1998) ERCO Lichtbericht 57

Maack, K. J. (2001) ERCO Lichtbericht 65

Maack, T. H. (2012) ERCO Lichtbericht 94

 

Online:

http://de.wikipedia.org/wiki/Lichtarchitektur, accessed: 04.04.2015

http://www.licht-akzente.de, accessed: 04.04.2015

http://www.lichtarchitektin.de/index.php, accessed, 04.04.2015

http://de.wikipedia.org/wiki/Lichtdesign, accessed: 04.04.2015

https://books.google.de/books?id=J8caWe6p8egC&pg=PA1087&lpg=PA1087&dq=lichtarchitektur+nach+teichmüller&source=bl&ots=P1HJByrlIM&sig=D__tnGhzU_8UuD8lP1skd2d9VYg&hl=de&sa=X&ei=HyoyVfDnIILparf8gfgM&ved=0CC4Q6AEwAw#v=onepage&q=lichtarchitektur%20nach%20teichmüller&f=false, accessed: 07.04.2015

http://www.mischakuball.com/texts/9-texts-texts/136-christoph-assendorf.html, accessed: 07.04.2015

http://www.baulinks.de/webplugin/2007/0997.php4, accessed: 07.04.2015

http://www.baulinks.de/webplugin/2001/0444.php4, accessed: 07.04.2015

http://www.highlight-web.de/news/newsanzeige/article/stift-klosterneuburg-von-erco-eindrucksvoll-in-neues-licht-gerueckt.html#.VOWkVy7guK0, accessed: 07.04.2015

http://www.thai-event.com/assets/applets/Licht_und_Szenografie.pdf, accessed: 07.04.2015

http://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=9&ved=0CFEQFjAI&url=http%3A%2F%2Fwww.archplus.net%2Fdownload%2Fartikel%2F1306%2F&ei=DKHlVK2uJ4qBPfD7gegH&usg=AFQjCNGvJJWHBDePzOH580amzAEtknxktg&bvm=bv.85970519,d.ZWU, accessed: 07.04.2015

http://media4.heinze.de/media/60189/pdf/15230933px595x841.pdf, accessed: 10.04.2015

http://www.erco.com/projects/focus/events/review-of-the-light-building-2014-5958/de/, accessed: 10.04.2015

http://www.erco.com/projects/culture/leica-trade-fair-stand-and-gallery-photokina-2012-5503/de/, accessed: 10.04.2015

http://www.erco.com/service/press-release/events_9/interconnected-place-of-inspirat_2448/de/de_interconnected-place-of-inspirat_press_1.php, accessed: 10.04.2015

http://www.lde-net.com/lde_website/projects/messe/messestand_60/de/de_messestand_projec_4.php, accessed: 10.04.2015

http://www.erco.com/projects/projects-5790/de/

http://www.erco.com/projects/hospitality/hospitality-5780/de/, accessed: 15.04.2015

http://www.erco.com/projects/focus/events/review-of-the-light-building-2014-5958/de/, accessed: 15.04.2015

http://www.erco.com/projects/culture/leica-trade-fair-stand-and-gallery-photokina-2012-5503/de/, accessed: 15.04.2015

http://www.erco.com/projects/public/public-5787/de/ accessed: 15.04.2015

Pressemeldung vom 11.04.2012 „Unternehmensporträt: ERCO, die Lichtfabrik – mit richtungsweisender LED-Technologie weltweit aktiv“ http://www.erco.com/service/press-release/company_3/company-profile-erco-the-light_2439/de/de_company-profile-erco-the-light_press_1.php accessed: 17.04.2015

Pressemeldung vom 13.03.2014 „Vernetzter Inspirationsraum: ERCO Messestand auf der Light + Building 2014“ http://www.erco.com/service/press-release/events_9/interconnected-place-of-inspirat_2448/de/de_interconnected-place-of-inspirat_press_1.php accessed: 17.04.2015

https://twitter.com/search?q=%23ercoinspiration&src=typd, accessed: 25.04.2015

https://twitter.com/erco_lighting/favorites, accessed: 25.04.2015

http://de.wikipedia.org/wiki/Lichtarchitektur, accessed: 25.04.2015

 

 

 

Bildquellen:

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/c/c5/Burj_Al_Arab_Interior_on_25_December_2007_Pict_11.jpg

http://www.gossipmag.net/wp-content/uploads/2013/07/Burj-Al-Arab.jpg

http://www.turistik.ro/arata_img2.php?cale=/upcom&img=album_2721_30101.jpg&w=1600&h=1000

http://news.spainhouses.net/wp-content/uploads/Guggenheim-Museum-Bilbao8.jpg

http://www.heise.de/imagine/ApqelZELrZ5JCV7irODItAVjoo8/gallery/Guggenheim-Museum-Bilbao.jpg

 

Titelbild: http://www.dubaient.com/wp-content/uploads/2014/11/burj_al_arab_atkins271008_5.jpg

 

Laser – Das Inszenierungstool von morgen

von Christian Parsche, Student an der Hochschule für Internationales Management Heidelberg

Licht ist nicht Alles, aber ohne Licht ist Alles Nichts. Ohne Licht ist alles anders. Materie könnte in der Form, wie wir sie kennen, nicht bestehen. Deshalb ist Licht nicht nur ein fundamentaler Teil unseres Lebens, sondern auch einer Veranstaltung.

Der Moment, wenn sich im Theatersaal die Lichter verdunkeln und plötzlich eine knisternde Stille herrscht, hatte schon immer etwas magisches. Weil man nicht weiß, was als nächstes kommt und schon im Inneren darauf wartet, begeistert zu werden. Als Besucher der diesjährigen Prolight & Sound haben mich nach dieser anfänglichen Dunkelheit vor Allem die Laser begeistert. Scheinbar unendliche Strahlen durchzogen zum Teil die gesamte Messehalle in subtiler Klarheit und berauschender Geschwindigkeit.

Aber wie wird dieser Lichtstrahl so stark gebündelt und woher kommt diese Energie?

Um das zu verstehen schauen wir uns zunächst an, welche unterschiedlichen Scheinwerferarten es in der #Lichttechnik gibt. Sie werden grundsätzlich in zwei Gruppen eingeteilt: Bewegtes und nicht bewegtes Licht.

Scheinwerfer

Nicht bewegtes Licht

PAR-Scheinwerfer (parabolic aluminized reflector)

Dieser Scheinwerfer ist der Klassiker unter den Lichtern und gehört zu den Urgesteinen der Lichttechnik. Selbst im heutigen Zeitalter der bewegten Lichter kommt dieser Scheinwerfer immer noch auf der Bühne zum Einsatz. Der Name kommt von dem Parabolspiegel, der hinter dem Leuchtmittel plaziert ist und die Strahlen nach vorn gerichtet austreten lässt. Den Scheinwerfer gibt es in unterschiedlichen Größen, welche durch den Durchmesser der Lichtaustrittsfläche in Achtelzoll notiert werden. Häufig sind PAR 64 und PAR 56, um großflächig auszuleuchten, sowie PAR 36 als Punktstrahler.

Linsenscheinwerfer

Dieser unterscheidet sich zum PAR-Scheinwerfer durch eine Linse, die vor der Austrittsöffnung plaziert wird, um einen scharfen Lichtkegel (beam) zu erzeugen. Dabei ist das Leuchtmittel auf einem beweglichen Sockel montiert, um den Brennpunkt der Lichtstrahlen zu verschieben. Linsenscheinwerfer werden häufig in Theater in Kombination mit einer Torblende eingesetzt. (siehe Bild)

Linsenscheinwerfer mit Torblende

Bewegtes Licht

Moving Head & Scanner

Der Begriff Moving Head kommt aus dem englischen und bedeutet „Bewegter Kopf“. Der Name kommt daher, dass sich das Leuchtmittel im Kopf der Lampe befindet und sich mit ihr dreht. Dieses Leuchtmittel wird auch Spot genannt und ist mit einer Linse ausgestattet, um das projizieren von scharfen Bildern zu ermöglichen.

Moving_Head_Zeichnung
Quelle: Wikipedia (no date)

Hinter den Spot sind meist noch Farb- und Goboräder, eine Blende und eine Focus-Linse eingebaut. Die Farbräder bestehen aus gefärbten Glasscheiben, welche sich in den Strahlengang schwenken lassen. Sind mehrere Farbräder vorhanden, können auch Farben gemischt werden. Mithilfe des Goborads lassen sich Gobos in den Strahlengang einschieben. Gobos sind hitzefeste, dauerbeständige Projektionsscheiben, die ähnlich wie ein Dia in einen Projektor eingeschoben werden. Mithilfe der Blende lässt sich der Lichtkegel zuschneiden und der Beam des Lichtes vergrößern oder verkleinern. (Wikipedia (no date))

Moving Heads sind im Aufbau ähnlich wie Scanner, mit dem Unterschied, dass bei dem Scanner der Lichtkegel durch einen Spiegel bewegt wird und sich bei dem Moving Head die gesamte Lampe bewegt. Beide Systeme haben ihre Vor und Nachteile. Einerseits ist durch den Spiegel des Scanners eine sehr schnelle Bewegung des Lichtkegels möglich, andererseits kann der Lichtstrahl hier nur in einem begrenzten Raum gelenkt werden.

Alphanet-Bochum (no date)

Nachdem nun die Grundlagen der Lichttechnik bekannt sind, können wir einen Blick darauf werfen, wie sich Laser von anderen Scheinwerfern unterscheiden.

Laser

Laser sind gebündelte Energiewellen mit der selben Amplitude und Phase, welche in die gleiche Richtung fließen. Sie sind kohärent – sie bleiben zusammen und bilden einen Laserstrahl. Die Breite einer solchen Welle wird in Nanometern gemessen und definiert die Farbe sowie Sichtbarkeit eines Laserstrahles.

Quelle: Brillen und Sehhilfen (no date)

Standardgemäß nutzen analoge Laser die drei Primärfarben Rot, Grün und Blau. Durch mischen der Farben können somit fast alle Sekundärfarben erzeugt werden.

Sichtbar werden die Laserstrahlen durch Wasser- und Staubpartikel in der Luft, die der Laserstrahl auf seinem Weg trifft. Deswegen nutzen Veranstaltungstechniker Haze- oder Nebelmaschinen, um die Laser sichtbar zu machen. Bei einer Open-Air Veranstaltung reflektiert der Laserstrahl größtenteils von Staub und Wasserpartikel in der Luft, jedoch kann durch unvorhersehbare Wetterbedingungen nie sichergestellt werden, dass Nebelmaschinen hier den gewünschten Effekt hervorrufen. Deswegen werden bei solchen Veranstaltungen Hochleistungslaser verwendet, um dem Mangel an Staub, Dunst und Nebel gerecht zu werden.

Ein modernes Lasersystem besteht im Grunde aus 7 Teilen:

  • Laserquelle
  • Scanning-System
  • Stromversorgungsgerät
  • Treiber
  • Sicherheitstechnik
  • optische Komponenten
  • Transistoren, Kabel, Sicherungen und viele Kleinteile

Um nun atemberaubende Lasershows in den Nacht- oder Veranstaltungshimmel zu zaubern, ist es wichtig zu verstehen, wie das Scanning-System funktioniert.

Dieses besteht in erster Linie aus zwei kleinen Spiegeln, die den Laserstrahl auf der X und Y-Achse bewegen. In Zusammenarbeit können sie den Laser in jede beliebige Vorwärtsrichtung lenken. Sobald ein Laserstrahl mehr als 20 mal pro Sekunde bewegt (Neudeutsch: gescanned) wird, nimmt es das menschliche Auge als feststehendes Objekt wahr.

Das heißt, dass jede Form, die von einem Laser gezeichnet wird, eigentlich nur aus einem einzigen Laserstrahl besteht, der unglaublich schnell bewegt wird. Dabei kommt jedes Scanning-System an ein mechanisches Limit, wie viele Punkte es zu einem Zeitpunkt darstellen kann. Dieses Limit wird in ‚Points per Second‘ (pps) angegeben.

scanning-system
Scanning-System, Quelle: Kvant (no date)

Je nach Wetterbedingungen und Leistung der Laser können die Laserstrahlen kilometerweit sichtbar sein. Deswegen ist bei der Verwendung von Lasern eine erhöhte Vorsicht geboten, um vor allem bei Outdoor-Events keine Flugzeuge zu blenden. Durch den konzentrierten Lichtstrahl können zwar atemberaubende Effekte erzeugt werden, jedoch bedeutet dies auch, dass die gesamte Energie gebündelt in eine Richtung läuft. Dadurch kann das Laserlicht bei direkter Betrachtung sehr gefährlich für das Auge werden. Aus diesem Grund ist Lasersicherheit unabdingbar und sollte vor jedem Event geprüft werden.


#Laser als Inszenierungstool

Ein Laser hat im Gegensatz zu herkömmlichen Scheinwerfern den Vorteil, dass dieser die Lichtenergie gebündelt in eine Richtung abgeben kann und somit ein sehr klaren Lichtstrahl erzeugt. Somit ist es möglich, bei Veranstaltungen mit Hilfe des Laserlichts Wände in die Luft zu bauen oder Netze aus Lichtkegeln zu spannen, wo eigentlich gar keine sind. Diese mächtigen Gebilde in der Luft wirken beeindruckend auf das Publikum, da gerade über ihren Köpfen ein neues Bühnenbild entsteht. Im Zusammenspiel mit gezieltem Einsatz von Nebelmaschinen ergibt dies ein atemberaubendes Bild.

Quelle: Laserperformance (no date)

Grundsätzlich kann man Laser in drei verschiedenen Arten einsetzen:

Einsatz von Lasern

Ein Laser als Effektquelle sollte jedem bekannt sein, der in den letzten Jahren eine Veranstaltung oder Diskothek besucht hat. Durch die schnelle Bewegung der Laserstrahlen wird versucht, besonders beeindruckende Formen in den Himmel zu zeichnen.

Bei der Bildprojektion wird es schon spannender. Hier versucht man textliche oder grafische Inhalte auf einer Projektionsfläche, oder sogar als Hologramm darzustellen. Um letzteren Effekt zu erreichen, ist der gezielte Einsatz von Nebelschwaden und unterschiedlich starken Lasern notwendig.

Durch Interaktion wird das Licht mit in die Inszenierung eingebunden und beeinflusst Prozesse auf der Bühne. In der obenstehenden Grafik ist eine Laserharfe zu sehen, welche durch Unterbrechung der Lichtstrahlen einen Ton abgibt. Auf der #Prolight & Sound wurden bei einer Lasershow der Firma #Kvandt interaktiv die Elemente Tanz und Laser zusammengebracht. Die Tänzer scheinen die Laserstrahlen mit Gesten und Bewegungen zu steuern, wodurch eine sehr beeindruckende Inszenierung entsteht.

Dabei wird mithilfe eines Projektors ein grauer Wolkenhimmel an die Rückwand der Bühne projiziert, man hört Donnergrollen, gefolgt von einem hellen Laserblitz. Als die ersten Regentropfen zu hören sind, rauschen kleine blaue Laserstrahlen an der Rückwand der Bühne zu Boden, deren Lichtstrahlen durch den Nebel die Illusion erwecken, dass es tatsächlich regnet. Für mich war dies ein gelungener Einsatz von Lasern, fernab von den bunten Lasershows der 2000er Technopartys.

Abschließend bleibt zu sagen, dass die #Lichttechnik uns als Eventmanager bei Veranstaltungen immer ein treuer Begleiter bleiben wird. Dabei ist es wichtig, die Qualität statt Quantität im Auge zu behalten, um eine erfolgreiche Inszenierung durchführen zu können.


Literaturverzeichnis:

Abbildungsverzeichnis:

INTERMEDIALITÄT – Am Beispiel des Romanticum

Mit diesem Blogbeitrag möchte ich euch den Begriff Intermedialität erläutern und näher bringen. Um dies nicht zu trocken und theoretisch darzustellen, nutze ich die 3D Bild und Sound Inszenierung – Das #Romanticum als Beispiel. Da die Ausstellung sehr viele verschiedene Medien nutzt und sie ebenfalls sehr interessant kombiniert, ist sie ein perfektes Beispiel um#Intermedialität zu erklären.

Ganz ohne Theorie kann man dieses Phänomen natürlich nicht erklären. Deshalb folgt nun eine kleine theoretische Einführung.
Intermedialität lässt sich grundsätzlich in Drei Unterpunkte einteilen:
• Medienkombination
• Medienwechsel
• Intermediale Bezüge

Der erste Unterpunkt, die Medienkombination beschreibt den einzelnen oder dauerhaften Einsatz mehrerer Medien zur gleichen Zeit. Ein simples Exempel hierfür wäre zum Beispiel eine tänzerische Vorstellung die mit Musik oder Lichteffekten verbunden ist.

Von einem Medienwechsel spricht man dann, wenn sich das ursprüngliche Medium eines Stückes in ein neues Medium umgewandelt. Das beliebteste Beispiel für einen Medienwechsel, ist die Umwandlung eines Medientextes in ein Medienfilm. Also mit anderen Worten ein Kinofilm der auf einem Buch basiert.

Um den Begriff „Intermediale Bezüge“ zu erklären muss man schon etwas tiefer in die Materie eindringen. Die intermedialen Bezüge zwischen zwei oder mehreren Medien umschreibt wie die verschiedenen Medien untereinander agieren, sprich welche Bedeutung ein Medium auf das andere hat. Alleine kann ein Medium eine komplett andere Nachricht überliefern, wie wenn es von einem anderen unterstützt wird. Intermediale Bezüge analysieren wie die verschiedenen Medien aufeinander wirken und so für ein neues Gesamtbild sorgen.

Im speziellen Fall des #Romanticum bezieht sich Intermedialität grundsätzlich auf die Gegenüberstellung von traditionellen/handwerklichen Künsten und technisch/digitalen Medien.

Aufbau des Schiffes/ der Ausstellung
Aufbau des Schiffes/ der Ausstellung

Nun ist es endlich soweit, kommt an Bord der #MS RHEINROMANTIK und lasst euch auf einer intermedialen Reise durch den Oberrhein, von Geschichten und Sagen verzaubern. Seht euch ruhig genauer um, genießt die Landschaft sowie das Innenleben des Schiffes. Ist es euch überhaupt aufgefallen das Schiff ist aufgebaut wie jeder andere Rheindampfer, vom Salon über die Lagerräume bis zur Brücke. Die #Ms Rheinromantik ist nur ein ganz normales Rheinschiff.

Burgkamera
Burgkamera

Ein paar Besonderheiten trägt unser Schiff doch mit sich. Da wäre zum Beispiel die #Burgkamera, die auf unserem Außendeck montiert ist und es jedem Gast ermöglicht einen kleinen Infofilm über eine gewünschte Burg zu sehen. Mit dieser Medienkombination kann der Gast eine selbst ausgewählte Burg am Rheinufer (fest installierte Kulisse) anpeilen und den Abzug betätigen. Nun dies finden sie wirklich nicht auf jedem Rheinschiff.

Burgen bauen
Burgen bauen

Wenn wir schon beim Thema Burgen sind und uns diese Geschichten über all die tollen Burgen anhören, wird doch ein jeder von uns etwas neidisch und wünscht sich einmal selbst eine solche Burg zu besitzen. Genau diesen Wunsch kann man sich auf der #Ms Rheinromantik erfüllen. Mit unserer neusten Attraktion dem Burg Editor, können sie sich ihre eigene Burg bauen. An einem high-tech Touchpad wählen sie Farbe und Form der Burg aus, danach kann man sie noch gestalten und dekorieren. Nur ein weiter Knopfdruck und ihre Burg erscheint in den Bergen hinter dem Rhein (interaktive Kulisse).

Die Brücke
Die Brücke

Auf der #Ms Rheinromantik kann jeder einmal Kapitän sein. Trauen sie sich ruhig und kommen sie in die Brücke. Selbst die Route dürfen sie selbst auswählen, indem sie sie ganz einfach per Knopfdruck in der Navigationsleiste auswählen. Nehmen sie anschließen Platz, spüren sie den Motor unter ihnen und wie die Bank vibriert, so fühlt es sich an der Kapitän eines echten Rheindampfers zu sein. Lehnen sie sich zurück und genießen sie die Aussicht aus unseren Drei Panoramafenstern (LCD-Bildschirme).

Liebe Gäste, ich hoffe sehr, dass sie einen angenehmen Aufenthalt auf unserem Schiff hatten und ich ihnen mithilfe der kleinen Stationen die unser Schiff so besonders machen, den Begriff der #Intermedialität etwas näher bringen konnte.

Ihr Kapitän Köhler

Blogbeitrag von Tim Köhler, Student der Internationalen Hochschule für Management Heidelberg

Quellen:

1.Blog.zhdk.ch. Intermedialität : Transdisziplinarität. 2015. Available at: http://blog.zhdk.ch/trans/intermedialitat/. Accessed April 10, 2015.

2.2015. Available at: http://ead.nb.admin.ch/web/cats/medien.pdf. Accessed April 10, 2015.

3.http://www.romanticum.de/fileadmin/user_upload/Romanticum_Eroeffnung_allg.pdf

4.http://online-media.uni-marburg.de/kunstgeschichte/sds/secure/marburg/31-antike-mythologie/31_02_griechenland/bilder/hermes_b200.jpg
5.http://www.magdeburg.de/media/custom/37_12379_1_m.JPG?1396955024
6.http://www.sfb626.de/veranstaltungen/veranstaltungsarchiv/workshops/workshopprogramme_und_pics/sfb626_workshop_intermedialitaet2.jpg

Urlaub mal anders

Costa Rica – viel lässt sich mit diesem Land in Verbindung bringen. Doch wie kann man diese Botschaften in einem Messestand veranschaulichen? Was muss geschehen, damit der Besucher sich mit dem Land verbunden fühlt? Welche Akzente müssen gesetzt werden, welche Besonderheiten des Landes müssen für den Besucher erkennbar sein, damit eine langfristige emotionale Bindung zu Stande kommen kann? Wie müssen Reize eingesetzt werden – und vor allem, welche Reize müssen genutzt werden, damit diese Bindung entsteht?

Hotel Rui (no date)
Hotel Rui (no date)

Wenn man dieses Bild betrachtet, fühlt man sich sofort an fremde Welten erinnert. Man bekommt Fernweh. Der Erlebnisdrang erwacht und entwickelt in dem Betrachter das Bedürfnis, sofort seine Koffer zu packen und los zu fahren.

Der Messebauer hat die Aufgabe, genau diese Gefühle bei dem Bau eines Standes hervorzurufen, denn nur wenn der Besucher eine emotionale Bindung zu dem Stand entwickeln kann, ist er später in der Lage, sich mit dem Stand und somit auch mit dem Land, zu identifizieren. „Denn Ereignisse, die mit starken Emotionen verbunden sind, bleiben im Gedächtnis hängen“ (Das Gehirn (no date)).

Der große Eckstand #CostaRica steht in Halle 3.1 zusammen mit vielen anderen zentral- und südamerikanischen Ständen. Die Decke und Wände des Standes haben einen grünen Grundton. Säulen und Eckpunkte des Standes sind mit grünen Blättern verkleidet. Durch den vorherrschenden Grünton, hat der Besucher sogleich das Gefühl, im #Regenwald zu sein.
Es entsteht eine sehr naturbezogene und freundliche Atmosphäre, unterstrichen durch Kork oder Holzverkleidungen im oberen Bereich des Standes.
Rot leuchtende Blumen, sind als Akzent zwischen den Blättern befestigt worden. Es entsteht ein sehr harmonisches und realistisches Bild.
Die Atmosphäre verändert sich jedoch etwas durch diese roten Blumen, denn unterbewusst nimmt der Mensch rot als Warnfarbe wahr und das Unterbewusstsein versetzt den Besucher in eine Art unbewusste Alarmbereitschaft. Dieser Alarmzustand zeigt sich durch eine erhöhte Aufmerksamkeit des Betrachters, da das Unterbewusstsein nach Gefahren Ausschau hält. Da es sich jedoch um kleine Mengen rot handelt, bemerkt der Betrachter nur, dass die Atmosphäre sich verändert und er sich bewusster umschaut. Er fühlt sich wie ein Entdecker und unbewusst weckt es in ihm den Wunsch, den Regenwald zu erkunden. Dieses Hauptmotiv hat sich der Messebauer hier geschickt zu Nutzen gemacht.

Der Name des Standes lautet: #Essential Coast Rica.
Essential bedeutet, vom Englischen übersetzt unter anderem lebenswichtig. Dies ist ein sehr passender Name für diesen Stand, da Costa Rica 160 Schutzgebiete (Reservate, Naturparks und Naturschutzgebiete) vorzuweisen hat (Wikipedia (no date) a). Essential bedeutet aber auch zentral und unerlässlich. Diese Adjektive lassen sich ohne Probleme auf den Stand projektieren. Allein schon wegen seiner Größe und Dimension, kann dieser Stand, auch wenn es sich um einen Eckstand handelt, als zentral bezeichnet werden. Schon beim Betreten der Halle, sieht der Besucher die Holzverkleidung und das Grün der vermeintlichen Regenwaldblätter durch die anderen Stände durchblitzen und macht sich neugierig auf den Weg dorthin.

Betritt man den Stand, ändert sich die Atmosphäre leicht, da der Boden eine andere Trittfestigkeit hat, als der übrige Messebereich. Es handelt sich um Holzplatten, die mit einem grünen Teppich überzogen sind. Dies hat eine dämpfende Wirkung- man fühlt sich ruhig und entspannt.

Midlifereise (no date)
Midlifereise (no date)

Bei diesem Costa Rica Stand gab es zwei Besonderheiten. Zum einen konnte man über Instagram ein Bild vor einer ‚Blumenwand‘ machen und es direkt an den Standdrucker schicken lassen. Dort bekam man dieses Bild sofort ausgedruckt und hatte ein Erinnerungsstück. Würde man keine Business Kleidung tragen, so würde man sich, zumindest kurz, wie im Urlaub fühlen.

Costa Rica Stand 2

Zum anderen konnte man von Luis, dem Ochsenkarrenmaler, gezeigt bekommen, wie Ochsenkarren original bemalt wurden. Man konnte zwischen Papier und Holz wählen und unter Malanleitungen von Luis eine Schablone ausmalen. Dies hört sich sehr einfach an, aber aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass dies nicht der Fall ist.
Seine Kollegin, die auch Deutsch und Englisch sprechen konnte, erklärte die Technik der Malerei und übersetzte die Geschichten von Luis, die er während der knapp zweistündigen Malerei erzählte.

Costa Rica Stand 3

Natürlich hatte dies den Effekt, dass andere Besucher interessiert zugeschaut haben und so die Aufmerksamkeit auf Costa Rica und seine Attraktionen gezogen wurde.

Am Ende der Messe wurde der Stand zweimal ausgezeichnet. Er wurde als der beste Stand des amerikanischen Kontinents ausgezeichnet. Und kam in der Kategorie „Beste Standgestaltung“ unter 186 Ländern, hinter Ruanda auf Platz 2 (Lothar Kahl Immobilien (no date)).

Zum Abschluss möchte ich sagen, dass der Stand Costa Rica und das dortige Angebot, sehr interessant und ansprechend waren.
Es wurden in diesem Stand viele verschiedene Reize angesprochen. Abgesehen von den #visuellen Reizen wurden vor allem auch #gustatorische, #olfaktorische und #haptische Reize angesprochen. Neben dem Malangebot und der Möglichkeit Bilder an der Fotowand zu machen, gab es Bio-Schokolade, Karamell und Kaffee und Kuchen für die Besucher. Es gab auch eine Ananasbar, bei der Ananasstücke verteilt und Tiere aus der Frucht geschnitzt wurden. Hier als Beispiel eine Eule:

Costa Rica Stand 4

Dies ist die Story, die der Costa Rica Stand mir erzählt:
Erlebe eine Reise in den tropischen Regenwald.
Lerne nette Leute kennen und erhalte einen Einblick in eine dir unbekannte Kultur. Entdecke die Besonderheiten dieses Landes.
Du kommst in Kontakt mit einem Weltkulturerbe und dem nationalem Symbol Costa Ricas- dem Ochsenkarren.
Lerne Ochsenkarrenmaler kennen und beobachte sie bei der Arbeit.
Entdecke Tiere und Pflanzen von denen du noch nie zuvor gehört hast.
Komm und staune, erforsche und entdecke, erlebe Abenteuer mit uns, wie du sie dir nie hast träumen lassen.
Lass die Seele baumeln und die Sorgen zuhause.
Komm und besuche uns in Costa Rica!

Von Jessica Haitz, Studentin an der Hochschule für Internationales Management Heidelberg

Quellen:

Inmitten eines lebendigen Triptychons

von Janina Berting, Studentin an der Hochschule für Internationales Management Heidelberg

Am 9. März 2015 war es endlich soweit. Wir Eventler der #HIMH besuchten #Nanine Linnings Inszenierung „Hieronymus B.“ im #Heidelberger Theater. Da wir uns im Vorfeld schon mit dem Künstler #Hieronymus Bosch und seinen Werken auseinandergesetzt haben, hatten wir bereits eine kleine Vorstellung davon, was uns erwarten wird. Da die meisten seiner Werke von Grausamkeit und erschreckenden Fabelwesen geprägt sind, waren wir einerseits etwas unsicher darüber, mit welchem Gefühl wir in die Vorstellung gehen sollten. Andererseits waren wir aber auch gespannt und freuten uns eine Inszenierung von Nanine Linning zu sehen. Rückblickend greife ich, die für mich beeindruckendsten Teile und Momente des Tanztheaters auf.

Himmel und Hölle.
Leben und Tod.
Harmonie und Leid.

Hieronymus Bosch`s bekanntestes und am meisten zur Interpretation herangezogenes Werk „Der Garten der Lüste“, welches eine der Grundlagen für Linnings Inszenierung darstellt, ist geprägt von Gegensätzen sittlicher und religiöser Art (Hieronymus Bosch, no date; Programmheft, 2015). Gegensätze, die versuchen uns Aufschluss darüber zu geben, wie der niederländische Maler, der um 1450 in `s-Hertogenbosch geboren wurde, in seiner Zeit gelebt und gearbeitet hat.

In der Vorstellung „Hieronymus B.“ fiel mir auf, dass nicht nur inhaltliche Gegensätze aus dem Werk „Der Garten der Lüste“ aufgegriffen wurden, sondern auch, dass die Inszenierung an sich von mehreren gegensätzlichen szenischen Mitteln geprägt war. So spielte das Orchester im Barockstil und dazu wurden, an besonderen Stellen, elektronische Bässe über Boxen abgespielt.  Durch das parallele Erklingen dieser beiden Musikrichtungen und –formen entstanden eine große Spannung und viel Energie im Raum, die sich für mich dadurch zeigte, dass man in diesem Moment viel aufmerksamer war und gänzlich mitgerissen wurde.Das Interessante dabei war für mich, dass sich diese Gegensätze nicht im Weg standen, sondern ganz im Gegenteil: Die Kontraste waren passend zu Boschs kreierter surrealen und paradoxen Welt gewählt und erzeugten dadurch in dem Stück einen sehr großen Spannungsbogen, der mehr Raum für die eigene Interpretation ließ.

Doch nicht nur die spannungserzeugenden Gegensätze faszinierten mich, sondern vielmehr die Umsetzung des Aufbaus des Triptychons „Der Garten der Lüste“ in das Theaterstück. Ein Triptychon ist ein dreigeteiltes Gemälde oder eine dreigeteilte Relieftafel, die oft, durch das Anbringen von Scharnieren, aufklappbar sind. Die Form eines solchen besteht meist aus einem Mittelteil und zwei schmaleren Flügeln (Wikipedia, 2015).
Die Form des Triptychons wurde von Nanine Linning insofern umgesetzt, dass der erste Akt in zwei kurze, parallel zueinander ablaufende Parts unterteilt war und somit die beiden Flügel des Werkes verkörpern soll. Der zweite Akt war länger und entsprach deshalb dem Mittelteil des Triptychons (Programmheft, 2015).

GardenED

Der Garten der Lüste (Wikipedia, 2015)

In dem Teil, in dem die Zuschauer auf die Bühne gelockt wurden, war für mich klar erkennbar, dass die „musikalische Hölle“, zu sehen auf dem rechten Flügel des Gesamtwerkes „Der Garten der Lüste“, dargestellt wurde (Hieronymus Bosch, no date). Es standen mehrere Musikinstrumente in einem Kreis zusammen, in denen sich die Seelen räkelten. Nach einer Weile wurde der Kreis gelöst und die Bühne fuhr nach oben. Mit dieser Raumveränderung wechselte auch die Atmosphäre. Vorher düster und erschreckend, lockerte sich die angespannte Stimmung dann etwas, da der Raum, durch die ca. 1 Meter vom Boden erhöhte Bühne, offener wirkte. Das Licht wurde heller und die Musik, die nun vom Orchester gespielt wurde, angenehmer im Hinblick auf die zuvor herrschende Enge und Dunkelheit. Dieser Teil könnte deshalb meiner Ansicht nach den linken Flügel, den „Garten Eden“ widerspiegeln.

Aus der zweidimensionalen Perspektive beim Betrachten des Gemäldes, hat Nanine Linning es geschafft, die Bühne in eine dreidimensionale, begehbare Welt zu verwandeln. Dadurch wurde eine enorme Spannung aufgebaut, die durch eine Unwissenheit der Handelnden zum Ausdruck gebracht wurde (Kandorfer, 2010). So wusste ich im ersten Teil, als ich auf der Bühne stand, und den durch düstere und geheimnisvolle Musik und dunkles Licht aufgeladenen Raum auf mich wirken lassen habe, nicht, dass die andere Gruppe bereits auf den Plätzen saß und uns auf der Bühne sehen konnte.
Dass die Zuschauer selbst zu Akteuren auf der Bühne und somit Teil der Inszenierung wurden, war für mich das Highlight des gesamten Stückes. Eine solche Nähe und Interaktion, die auf der Bühne zwischen den Besuchern und den „Seelen“ herrschte, habe ich noch nie in einem Theaterstück erlebt. An dieser Stelle zeigte sich für uns angehende Eventmanager, dass durch eine außergewöhnliche und teils erschreckende Art der Interaktion, wenn auch nicht von jedem als positiv und angenehm empfunden, auch Erinnerungen geschaffen werden können, die sich dann nachhaltig im Gedächtnis verankern.

Aus meiner Sicht war der Besuch des Tanztheaterstücks „Hieronymus B.“ ein voller Erfolg für uns Eventler, da wir durch den vielfältigen Gebrauch der szenischen Mittel, die verschiedenen geschaffenen Atmosphären und die außergewöhnliche Interaktion mit den Zuschauern viel über Dramaturgie und Inszenierung lernen konnten.

Janina Berting

Quellen:

Kandorfer, P. (2010) Lehrbuch der Filmgestaltung, (7. Auflage) (Schiele und Schön Verlag, Berlin)

Hieronymus Bosch (no date) (online: http://www.hieronymus-bosch.net/werk_haupt.php, accessed: 14.03.2015)

Programmheft (2015) Tanz von Nanine Linning „Hieronymus B.“ (Theater Heidelberg)

Wikipedia (2015) (online: https://de.wikipedia.org/wiki/Triptychon, accessed: 14.03.2015)

Bild:

Wikipedia (2015) (online: https://de.wikipedia.org/wiki/Hieronymus_Boschs_Triptychen, accessed: 15.03.2015)

Nanine Linnings Hieronimus B. – “Zeitgenössischer Tanz trifft auf Bildende Kunst” (Metropolevents.de)

Von Nadja Porr, Studentin der Hochschule für Internationales Management in Heidelberg

In gut zwei Wochen besuchen wir Eventler der HIMH Nanine Linnings Inszenierung Hieronimus B. im Theater Heidelberg. Bei diesem Stück treffen zwei ausserordentliche Künstler in ihrer jeweiligen Materie aufeinander.

Im letzten Beitrag #imEventCamp hat euch Laura Rotberg den niederländischen Maler Hieronymus Bosch, dessen Werke in Linnings Produktion dargestellt werden, vorgestellt. Ich werde euch nun die Macherin des Stücks präsentieren und eine Einführung in das uns am 9. März zu Erwartende geben. Nanine Linnings Hieronimus B. – “Zeitgenössischer Tanz trifft auf Bildende Kunst” (Metropolevents.de) weiterlesen

#500 Jahre Hieronymus Bosch – Eine Reise in die Renaissance

von Laura Rotberg, Studentin an der Hochschule für Internationales Management Heidelberg

Zum 500. Todestag des niederländischen Malers Hieronymus Bosch im kommenden Jahr, lädt die Choreographin Nanine Linning in einer Heidelberger Inszenierung zu einer Exkursion in die surrealen Werke Boschs und deren christlichen Kosmos aus Sünde und Strafe ein.
(Deutschlandfunk; no date) #500 Jahre Hieronymus Bosch – Eine Reise in die Renaissance weiterlesen