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                                     Abbildung 1: Messestand von Bayer auf der                                    Messe K 2013  (Phocus-brand.de, 2013)

Der Wandel von Messeständen

„Es ist nicht die stärkste Spezies die überlebt, auch nicht die intelligenteste, es ist diejenige, die sich am ehesten dem Wandel anpassen kann.“

Charles Darwin (Englischer Naturforscher)

(Scholz, 2013)

Schon der britische Naturforscher Darwin erkannte die Bedeutung und Wichtigkeit des Wandels. Sein Zitat, welches ursprünglich aus dem Bereich der Naturwissenschaft stammt, lässt sich problemlos ebenso auf die Welt des Marketings und Verkaufens anwenden.

In einer Zeit, in der Messen geprägt sind von der Veränderung von Massenveranstaltungen hin zu Marken- und Erlebniswelten, benötigen auch Messestände Innovation und Anpassung. Sie sollen nicht mehr ausschließlich Präsentationsflächen für Produkte sein, sondern mit Inhalt, Story und Mehrwert das Interesse der Besucher wecken. Die Besucher sollen an den Stand gelockt und langfristig an das Unternehmen gebunden werden. Dies ist bedeutsam, da Messen eine große Relevanz zuzuschreiben ist, denn es gelingt nirgends so leicht innerhalb von kurzer Zeit mit so vielen Menschen in persönlichen Kontakt zu treten.

Als Beispiel für ein gelungenes Messekonzept, welches diese wesentlichen Aspekte vereint, möchte ich an dieser Stelle den Stand von Bayer auf der K Messe 2013 in Düsseldorf präsentieren.

#“Sharing Dreams, Sharing Values – Be Part Of It“ lautete das Motto des Messekonzeptes.  Entwickelt worden ist es von der Agentur PHOCUS BRAND CONTACT aus Nürnberg, die das Projekt in einer Pitch gewann.

Um dieses Motto umzusetzen und zu inszenieren, sollte der Messestand als Plattform dienen, welche sowohl für #Bayer MaterialScience, als auch für den Besucher die Möglichkeit kreiert sich über ihre Träume auszutauschen und sie weiter zu entwickeln.

 

 

Abbildung 2: Motto des Messekonzepts, (Communications, 2014)
                        Abbildung 2: Motto des Messekonzepts                ,                                         (Communications, 2014)

Auch das Messedesign sollte das Motto reflektieren und die Voraussetzung für neue Perspektiven und Ansichten schaffen. Im Gegensatz zu herkömmlichen Messen waren die Bereiche des Standes nicht nach Produktarten geordnet, sondern nach drei wesentlichen Bedürfnissen des Menschen: frei zu sein, glücklich zu sein und sich sicher zu fühlen. Um einen Erinnerungswert zu schaffen und die Popularität des Standes zu erhöhen wurden an jeden Messebesucher zwei Armbänder verteilt. Beim Betreten hatte man die Wahl zwischen Armbändern mit den Aufschriften „Free“, „Happy“ und „Safe“. An dieser Stelle wurde wirkungsvoll die zuvor genannte Aufgliederung des Messestandes aufgegriffen. Ein weiteres Armband erhielten Besucher am Stand. Armbänder mit den Schriftzügen „Pioneer“, „Networker“ und „Dreamer“ sollten dafür sorgen, dass Besucher ein Duo in den Farben von Bayer hatten. So wurde auf hervorragende Weise eine Option geschaffen durch die Besucher die Impulse des Messestandes mitnehmen konnten. Des Weiteren wurde das Motto in Live-Talks aufgegriffen. Ein multisensorisches Erlebnis war unter anderem mit testbaren Kopfhörern geboten, die aufgrund von Vibrationen Basstöne verstärkten. So wurde ein verbessertes Klangerlebnis präsentiert. Im Mittelpunkt standen zudem interaktive Medientische, welche nicht nur dazu dienten über aktuelle Projekte und Entwicklungsstände zu informieren, sondern auch erlaubten eigene Träume oder Ansprüche, beispielsweise Materialwünsche, einzutragen. Diese Eintragungen waren von anderen Besuchern einsehbar und sollten einen gemeinsamen Ideen-Pool bilden. Darüber hinaus bestand die Option diesen „Traumfluss“ auf einer Website abzurufen. Praktisch war auch, dass bei jedem Thema und Projekt eine Ansprechperson hinterlegt war. So ergab sich die Möglichkeit, dass man auch außerhalb der Messe den Aussteller kontaktieren konnte. Bei diesem Messekonzept gelang es den Aussteller nicht nur positiv zu präsentieren, sondern auch eine Story, Inhalte und Angebote zu entwerfen, welche den Besucher miteinbezog und sein Interesse weckte. Das Konzept schuf dadurch einen Mehrwert und sorgte beim Besucher für einen hohen Erinnerungsfaktor.

Quellen:

›Communications, B. (2014). Sharing Dreams. Materialscience.bayer.com. Retrieved 19 April 2015, from http://www.materialscience.bayer.com/de/innovation-and-investment/innovation/sharing-dreams

››Falkowski, K. (2013). Messestände mit Inhalt, Story & Mehrwert – Beispiel: Bayer MaterialScience regt zum Träumen an | eveosblog: Blog für Event, Eventmarketing, Social Media & Marketing. Blog für Event, Marketing, Social-Media & Eventmarketing | eveosblog. Retrieved 18 April 2015, from http://www.eveosblog.de/2013/11/25/bayer-messe-stand-konzept-inhalt-story-mehrwert/#comments

›Phocus-brand.de,. (2013). Sharing Dreams,Sharing Value – Be Part Of It. Retrieved 17 April 2015, from http://www.phocus-brand.de/de/sharing-dreamssharing-value-be-part-it

››Phocus-brand.de,. (2015). Retrieved 19 April 2015, from http://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=2&ved=0CCcQFjAB&url=http%3A%2F%2Fwww.phocus-brand.de%2Fsites%2Fdefault%2Ffiles%2F131018_pbc_pm_bayer_k_2013.pdf&ei=udE5Vam7BI_hatrugfgO&usg=AFQjCNHnXPRU2DY0AFyWLSBqwCJguUG12A

››Scholz, C. (2003). Hewlett-Packard: Carly auf Darwins Spuren – manager magazin. manager magazin. Retrieved 17 April 2015, from http://www.manager-magazin.de/unternehmen/it/a-255937.html

››YouTube,. (2015). Bayer MaterialScience – K2013 – Sightseeing Flight. Retrieved 19 April 2015, from https://www.youtube.com/watch?v=8YZ2KUU6Ebs

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