Petra Blaisse: „Light is important to give objects a meaning“

https://twitter.com/erco_lighting/favorites

 Von Ina Kosicki, Studentin an der Hochschule für Internationales Management Heidelberg

Wir alle kennen sie: die unzähligen Bauwerke, die, nachts aufwändig beleuchtet, oft noch viel imposanter wirken, als im Tageslicht. Selten nehmen wir sie in ihrer gesamten Intensität wahr. Doch was wir meistens mit der Bemerkung: “Ist halt ganz nett angeleuchtet…“ abtun, ist ein Meisterwerk der Inszenierung. Wer den Auftrag für die #Installation der richtigen Strahler an der richtigen Stelle bekommt, darum wetteifern die Großen der #Leuchtenindustrie. Doch was steckt hinter dem In‐Szene-Setzen architektonischer Werke und welchen Blick müssen wir entwickeln, um nächstes Mal nicht einfach an dem ‚nett angeleuchteten‘ Gebäude vorbeizulaufen?

Zunächst einmal gilt es, sich ein wenig mit dem Fachjargon zu befassen: Worin liegt der Unterschied zwischen „Lichtarchitektur“ und „Architekturlicht“? Joachim Teichmüller, der Gründer des ersten deutschen Instituts für Lichttechnik in Karlsruhe, prägte den Begriff der „Lichtarchitektur“ schon 1926 als eine Architektur, die „das Licht als Baustoff begreift und bewusst in die architektonische Gesamtgestaltung einbezieht“ (Ganslandt, Hofmann, 1992). Folglich werden architektonische Elemente hervorgehoben, also in Szene gesetzt. Im Gegensatz dazu sorgt das Architekturlicht dafür, dass Bauwerke gleichmäßig beleuchtet werden (Wikipedia, no date).

Soweit zur Theorie. Doch was macht denn nun die #Lichtarchitektur aus? Und wer sind überhaupt die „Lichtarchitekten“?

Zu den weltweit führenden Lichtarchitekten zählen beispielsweise die Experten der #ERCO GmbH mit Sitz in Lüdenscheid. 1934 gegründet, kann die Firma sich heute als weltweiten Vorreiter im Bereich des In‐Szene‐Setzens von Innen- und Außenräumen bezeichnen. Der hohe Sachverstand seitens ERCO spiegelt sich in der Entwicklungsstärke und Technologiekompetenz – insbesondere in der #LED-Optoelektronik – wider (Hrsg. IHK Arnsberg, 2013).

„ERCO Lichtwerkzeuge beleuchten (…) deshalb heute herausragende Bauwerke wie den Berliner Reichstag oder die National Portrait Gallery in London ebenso effektvoll wie Flagship-Stores etwa von Diesel Jeans, Dolce & Gabbana oder National Geographic sowie die Flughäfen in Malaga, Dubai, Montevideo und London-Stansted.“

(Hrsg. ERCO GmbH, 2012)

 Um nun die Frage zu klären, was Lichtarchitektur ausmacht, werfen wir am besten einen Blick auf konkrete Projekte, ebenfalls am Beispiel von ERCO:

Burj-Al-Arab
Der #Burj al Arab in #Dubai, der Turm der Araber, ist mit seinen 321 Metern das höchste Hotel der Welt. ERCO hat hier in mehreren Teilbereichen für die Innenbeleuchtung gesorgt. Durch die Installation der ERCO-Leuchten wird der Glanz des 22-karätigen Blattgoldes verstärkt. Der jeweilige Einfallswinkel des Lichts hebt kleinste Details wie Rundungen, Kanten und Verzierungen deutlich hervor. Wenn man vom Foyer aus nach oben sieht, fällt auf, dass jede Etage eine eigene Deckenfarbe besitzt. Somit entsteht ein Farbverlauf, der durch die jeweilige Beleuchtung, die in Lichtfarbe (warmes oder kaltes Licht), Intensität und Einfallswinkel variiert, verstärkt wird (Hrsg. Maack, 2001). Ohne den Einsatz entsprechender Beleuchtung würde man viele architektonische Details gar nicht wahrnehmen. Die Lichtarchitektur unterstützt hier also den Ornamentreichtum des arabischen Architekturstils und verhilft dem Gebäude erst zu seiner vollen Strahlkraft als Symbol der modernen arabischen Welt.

burj al arab_säuleBurj_Al_Arab_Interior

 

 

 

 

 

 

 

Gold, silbern oder weiß im Tageslicht schimmernd erhebt sich #Frank O. Gehrys Guggenheim Museum zwischen den Industriebauten, Hafenanlagen und Schnellstraßen des baskischen Bilbaos. Hier hat ERCO nicht nur die Innen-, sondern auch die Außenbeleuchtung übernommen. Im Zentrum des ca. 24.000 m2 großen Museums steht das 50 m hohe Atrium mit seinem Glasdach. „Zum einen wirkt es (das Atrium) wie das Form‐ und Materialkonzentrat des gesamten Gebäudes: Stein, Glas, Titan, Kurven, gerade Linien, Undurchsichtigkeit, Transparenz, offene Sichten und verborgene Winkel finden zu einem sinnlichen Zusammenspiel. Zum anderen erschließt sich von hier aus über gekurvte Brücken, gläserne Lifte und Treppentürme das Museum.“ (Hrsg. Maack, 1998) Hier wurden also alle möglichen architektonischen Materialien und Formen in Einklang gebracht. Und genau diese sind es, die das #Zusammenspiel von #Licht, #Schatten und #Lichtreflektion bei Nacht noch eindrucksvoller machen. Durch die Glasfronten scheint warmes, leicht oranges Licht, die metallene Fassade wird stellenweise angestrahlt und schimmert golden bis fast silbern. Im Eingangsbereich scheint die Front durch das eher kalte Licht beinahe weiß. Umgeben von Wasser, spiegelt sich das #Guggenheim Museum und wirkt somit noch imposanter. Wie beim Burj al Arab in Dubai werden auch hier die Konturen und Unterschiede der Materialien hervorgehoben. Besonders das „schuppige“ #Titan an sich und die Farbunterschiede seiner einzelnen Platten werden durch die #Lichtakzente betont.

guggenheimbilbaoGuggenheim-Museum-Bilbao8

 

 

 

 

Doch welche Aspekte leiten die Lichtplaner bei der Inszenierung eines Gebäudes? Wie gehen sie an diese extrem anspruchsvolle Aufgabe heran? – Hierbei spielen der Funktionszweck des jeweiligen Gebäudes, dessen Standort sowie kulturelle und wahrnehmungspsychologische Aspekte eine wichtige Rolle.

Bei einem Hotel wie dem Burj al Arab ist es wichtig, „dem Gast mit einer schlüssigen #Dramaturgie ein #Erlebnis für alle #Sinne bieten zu können“ (www.erco.com, no date). Hier zählt es, ein Konzept auszuarbeiten, das Licht, #Raum und Zeit verbindet und eine angenehme #Atmosphäre schafft, in der sich der Gast wohlfühlt. Um szenografische Lichteffekte zu schaffen, empfiehlt es sich, eine #Lichtsteuerung zu installieren (www.erco.com, no date). Durch ihre Automatisierung können die Betreiber des Gebäudes einfacher auf sich ändernde Tageslichtverhältnisse reagieren. Ebenso können einzelne Hotelbereiche variabel in Szene gesetzt werden, beispielsweise für #Themenevents, da zwischen warmem und kaltem Licht und verschiedenen Farben variiert werden kann. Somit lässt die Installation einer Lichtsteuerung die #Kreation von verschiedenen Atmosphären in ein und demselben Raum zu.

Um Fassaden nachhaltig inszenieren zu können, gilt es, sich klar zu machen, dass „unsere visuelle #Wahrnehmung vertikale Flächen heller wahrnimmt als horizontale und ihnen damit die höchste Relevanz beimisst“ (www.erco.com, no date). Lichtarchitekten gliedern daher große Flächen durch #Lichtakzente, um Säulen und Gesimse hervorzuheben. Feinheiten können am besten mit #Streulicht verdeutlicht werden. Dieses findet sich auch beim #Guggenheim Museum in #Bilbao: die Unterschiede der Titanoberfläche werden durch das Streulicht reliefartig hervorgehoben. Hier ist es bei der Auswahl der Leuchten jedoch wichtig, auf Streulichtfreiheit und gute Abblendung zu achten, um #Lichtsmog zu vermeiden (www.erco.com, no date), denn das Guggenheim Museum befindet sich mitten in der Stadt und die Beachtung von Umweltaspekten ist hier ein wichtiges Thema.

Mit viel technologischer Expertise und interdisziplinärem Fachwissen entsteht so eine eigenständige „Lichtarchitektur, die die nächtliche Erscheinung von Gebäuden, Städten und Landschaften prägt“ (ERCO GmbH, 11.04.2012), und dem Inneren eines Bauwerkes eine ganz bestimmte Atmosphäre verleiht.

Bleibt noch die Frage zu klären, warum ein #Weltmarktführer im Bereich Licht seinen Hauptsitz im beschaulich abgelegenen Lüdenscheid hat. Klaus J. Maack, Seniorchef von ERCO, tut dies gern mit einem Augenzwinkern ab: “Vielleicht liegt das am dunklen Sauerland?“

 

 

Quellen:

Literatur:

Frye, T., Hackenberg, D., Kottenhahn, L. und Schmidt, R. in Kooperation mit IHK Arnsberg, Hellweg-Sauerland, Südwestfälische IHK zu Hagen, IHK Siegen (2013) Weltmarktführer und Bestleistungen der Industrie aus Südwestfalen (3. Auflage) , Seite 39

Ganslandt, R., Hofmann, H. (1992) Handbuch der Lichtplanung (1. Auflage)

Maack, K. J. (1998) ERCO Lichtbericht 57

Maack, K. J. (2001) ERCO Lichtbericht 65

Maack, T. H. (2012) ERCO Lichtbericht 94

 

Online:

http://de.wikipedia.org/wiki/Lichtarchitektur, accessed: 04.04.2015

http://www.licht-akzente.de, accessed: 04.04.2015

http://www.lichtarchitektin.de/index.php, accessed, 04.04.2015

http://de.wikipedia.org/wiki/Lichtdesign, accessed: 04.04.2015

https://books.google.de/books?id=J8caWe6p8egC&pg=PA1087&lpg=PA1087&dq=lichtarchitektur+nach+teichmüller&source=bl&ots=P1HJByrlIM&sig=D__tnGhzU_8UuD8lP1skd2d9VYg&hl=de&sa=X&ei=HyoyVfDnIILparf8gfgM&ved=0CC4Q6AEwAw#v=onepage&q=lichtarchitektur%20nach%20teichmüller&f=false, accessed: 07.04.2015

http://www.mischakuball.com/texts/9-texts-texts/136-christoph-assendorf.html, accessed: 07.04.2015

http://www.baulinks.de/webplugin/2007/0997.php4, accessed: 07.04.2015

http://www.baulinks.de/webplugin/2001/0444.php4, accessed: 07.04.2015

http://www.highlight-web.de/news/newsanzeige/article/stift-klosterneuburg-von-erco-eindrucksvoll-in-neues-licht-gerueckt.html#.VOWkVy7guK0, accessed: 07.04.2015

http://www.thai-event.com/assets/applets/Licht_und_Szenografie.pdf, accessed: 07.04.2015

http://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=9&ved=0CFEQFjAI&url=http%3A%2F%2Fwww.archplus.net%2Fdownload%2Fartikel%2F1306%2F&ei=DKHlVK2uJ4qBPfD7gegH&usg=AFQjCNGvJJWHBDePzOH580amzAEtknxktg&bvm=bv.85970519,d.ZWU, accessed: 07.04.2015

http://media4.heinze.de/media/60189/pdf/15230933px595x841.pdf, accessed: 10.04.2015

http://www.erco.com/projects/focus/events/review-of-the-light-building-2014-5958/de/, accessed: 10.04.2015

http://www.erco.com/projects/culture/leica-trade-fair-stand-and-gallery-photokina-2012-5503/de/, accessed: 10.04.2015

http://www.erco.com/service/press-release/events_9/interconnected-place-of-inspirat_2448/de/de_interconnected-place-of-inspirat_press_1.php, accessed: 10.04.2015

http://www.lde-net.com/lde_website/projects/messe/messestand_60/de/de_messestand_projec_4.php, accessed: 10.04.2015

http://www.erco.com/projects/projects-5790/de/

http://www.erco.com/projects/hospitality/hospitality-5780/de/, accessed: 15.04.2015

http://www.erco.com/projects/focus/events/review-of-the-light-building-2014-5958/de/, accessed: 15.04.2015

http://www.erco.com/projects/culture/leica-trade-fair-stand-and-gallery-photokina-2012-5503/de/, accessed: 15.04.2015

http://www.erco.com/projects/public/public-5787/de/ accessed: 15.04.2015

Pressemeldung vom 11.04.2012 „Unternehmensporträt: ERCO, die Lichtfabrik – mit richtungsweisender LED-Technologie weltweit aktiv“ http://www.erco.com/service/press-release/company_3/company-profile-erco-the-light_2439/de/de_company-profile-erco-the-light_press_1.php accessed: 17.04.2015

Pressemeldung vom 13.03.2014 „Vernetzter Inspirationsraum: ERCO Messestand auf der Light + Building 2014“ http://www.erco.com/service/press-release/events_9/interconnected-place-of-inspirat_2448/de/de_interconnected-place-of-inspirat_press_1.php accessed: 17.04.2015

https://twitter.com/search?q=%23ercoinspiration&src=typd, accessed: 25.04.2015

https://twitter.com/erco_lighting/favorites, accessed: 25.04.2015

http://de.wikipedia.org/wiki/Lichtarchitektur, accessed: 25.04.2015

 

 

 

Bildquellen:

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/c/c5/Burj_Al_Arab_Interior_on_25_December_2007_Pict_11.jpg

http://www.gossipmag.net/wp-content/uploads/2013/07/Burj-Al-Arab.jpg

http://www.turistik.ro/arata_img2.php?cale=/upcom&img=album_2721_30101.jpg&w=1600&h=1000

http://news.spainhouses.net/wp-content/uploads/Guggenheim-Museum-Bilbao8.jpg

http://www.heise.de/imagine/ApqelZELrZ5JCV7irODItAVjoo8/gallery/Guggenheim-Museum-Bilbao.jpg

 

Titelbild: http://www.dubaient.com/wp-content/uploads/2014/11/burj_al_arab_atkins271008_5.jpg

 

Advertisements

#dieMannheimerAdler

Die Inszenierung bis Spielbeginn
– Lass dich mitreißen

Ein Artikel von Helena Keller, Studentin an der Hochschule für Internationales Management, Heidelberg

Freitag, der 20. März 2015 gegen 17 Uhr – Ich begebe mich zur SAP Arena, wo gegen 19 Uhr die Mannheimer Adler gegen die Thomas Sabo Ice Tigers spielen werden.

Bei einem Spiel der Adler handelt es sich um ein Event, welches jeder schon einmal miterlebt haben muss, ob Eishockey-Begeisterter oder nicht. Die Inszenierung bis zum Spielbeginn fasziniert mich jedes Mal aufs Neue, denn alles ist bis aufs kleinste Detail geplant und macht Sinn. Der Teilnehmer wird durchgehend auf einem Spannungslevel gehalten, wie ich sonst noch bei keinem Sport-Event so erlebt habe.

Begleite mich noch einmal durch den Ablauf des Abends:

  • 15 Minuten vor Spielbeginn:
    Das Licht geht aus: man weiß nicht, was mit einem geschieht. Es wird gefährlich klingende Musik eingespielt, welche die Spannung steigen lässt. Es ist bald soweit: das Spiel beginnt in nur wenigen Minuten.

 

  • 9 Minuten vor Spielbeginn:
    Das Logo der Mannheimer Adler, ein Weißkopfadler, kreist im Stadion herum, ähnlich wie das allseits bekannte „Batman Symbol“ (Siehe Bilder). Man folgt dem Scheinwerfer automatisch mit seinen Blicken und ist gefesselt. In Verbindung mit der dramatischen Musik von Major Tom – „Völlig Losgelöst“ von der Erde im Hintergrund fühlt man sich als Zuschauer wie in einer Verfolgungsjagd. Der Puls steigt, die übrigen Zuschauer sind gespannt. Das Zusammengehörigkeitsgefühl wird bestärkt, besonders durch die Synchrongesänge. Wer bis jetzt noch nicht Feuer und Flamme war, ist es spätestens jetzt.

Abbildung 1: Mannheimer Adler Logo http://www.eishockey-online.com/images/stories/Logos_gross/mannheim.jpg [accessed: 25.04.2015]
Abbildung 1: Mannheimer Adler Logo
http://www.eishockey-online.com/images/stories/Logos_gross/mannheim.jpg [accessed: 25.04.2015]
Abbildung 2: Batman Symbol http://hdscreen.me/wallpaper/2796989-Batman-Logo-comics-light [accessed: 25.04.2015]
Abbildung 2: Batman Symbol
http://hdscreen.me/wallpaper/2796989-Batman-Logo-comics-light [accessed: 25.04.2015]
 

  • 7 Minuten vor Beginn:
    Um das vorher aufgebaute Zusammengehörigkeitsgefühl noch mehr zu bestärken wird ein Videoausschnitt über die Geschichte des MERC (Mannheimer Eishockey und Rollschuh Club) eingespielt, dass die Zuschauer ruhiger werden lässt. Der Film ist mit „historischer“ Musik untermauert und man fühlt praktisch den Stolz der Zuschauer.

Die Emotionen, die hier ausgelöst werden führen zu Gänsehaut.

So höre ich in meiner unmittelbaren Umgebung Aussagen wie „Es läuft mir eiskalt den Rücken hinunter!“ oder auch weniger qualifizierte Beiträge wie „Boah, wie geil!“

Nach dem Kurzfilm verdunkelt sich die Arena wieder, die Fangesänge werden wieder aufgenommen.

 

  • 5 Minuten vor Spielbeginn:

Plötzlich wird die Leinwand eingeschaltet: Die Moderatoren sagen den Vornamen der Spieler an, die Menge schreit den Nachnamen zurück. So geht es bis alle angesagt wurden. Untermauert wird die Aktion durch dramatische Jingles.

Eine bedrohliche Atmosphäre wird aufgebaut durch schwarz-weiße Bilder und ernste Gesichter der Eishockey-Spieler, oft auch in Verbindung mit verschränkten Armen. Sie sind entschlossen, bereit und gefährlich.

Es wird geklatscht, getrommelt und gejubelt. Die Besucher wissen genau: Bald geht es los.

Die Jugend des MERC läuft ein, wieder einmal findet man das Schlüsselelement der Dramaturgie: dramatische Musik und Lichtvariierung.

Der Höhepunkt dieser Aktion: bei Musikende schwärmen sie aus und formieren sich.

 

  • 3 Minuten vor Spielbeginn:

Erneut wird ein Trailer eingespielt, diesmal allerdings über die gegenwärtige Zeit und die erreichten Titel. Der Kurzfilm erinnert mich ein wenig an Tomorrowland, dem bekannten Musikfestival. Viele Menschen, Emotionen, vor allem in ihren Gesichtern, sind zu sehen. Hoffnung blitzt in ihren Augen auf. Man wird gefesselt von diesem Anblick. Gänsehaut ist nicht zu vermeiden. Getoppt wird dieses Gefühl durch Interviews von Menschen, die starke Wörter benutzen wie „Wir“, „Zuversicht“, „Sieg“. Wenn ich mich umschaue sehe ich die stolzen und gebannten Gesichter der anderen Zuschauer.

Das absolute Highlight stellt die Endsequenz des Kurzfilms dar, als gesagt wird: „Mannheim schreibt Eishockey-Geschichte!“

Von nun an hört man nur noch tosende Meuten und Fangesänge. Ich höre „Adler Mannheim olé“ und „Nur der MERC!“.

Erneut wird die ganze Arena verdunkelt, ein Adler schreit: dies ist die Schlüsselsequenz des Abends, worauf alle Zuschauer gewartet haben. Plötzlich öffnet sich ein Tor: Rauch, Nebel, gefährliche Musik, Spannung, Aufregung: die Adler laufen ein, die absoluten Helden des Abends.

Die Fans sind nicht mehr aufzuhalten, ich kann meine eigenen Gedanken nicht einmal mehr hören.

Nebenbei wird noch der gegnerische Verein vorgestellt, doch es hat den Anschein, dass das Niemanden so recht interessiert. Der Fokus liegt auf den Mannheimer Adlern.

 

  • Spielbeginn:

Auffallend ist, dass egal ob die Adler absichtlich ein Foul machen oder nicht: die Menge tobt und ist sich keiner Schuld seiner Spieler bewusst. Das Spiel verläuft alles andere als ruhig, wie gewohnt. Köpfe werden gegen Banden gehauen, Stöcke werden auf Rücken geschlagen. Das ist Eishockey.

 

  • Besonderes an dem Spiel:

Etwas, das mir besonders gut gefallen hat, allerdings weniger mit dem Sport zu tun hatte: während der Halbzeiten wurde eine „Adler Social Wall“ auf den Bildschirmen eingespielt, wo Instagram/Facebook/Twitter-Beiträge von Fans veröffentlicht wurden, wenn sie einen bestimmten Hashtag benutzten. #MannheimerAdler

 

  • Die Spannung:

A: Das konstante Level der Spannung während der Inszenierung: Die Spannung wird nie abgebaut, sondern dauernd wieder aufgebaut.
Letztendlich gelöst wird diese durch das Einlaufen der Eishockey-Helden, wobei genau das den Höhepunkt der Inszenierung darstellt: B.

Spannungsbogen

Ein Höhepunkt wird laut P. Kandorfer(2010) als einzige richtig wahrgenommen und verarbeitet. Es ist also dieses gänsehauterzeugende Einlaufen der Mannschaft, das im Gedächtnis bleibt. Alle vorhergehenden Aktionen arbeiten also genau auf diesen Augenblick hin und schaffen einen Spannungsaufbau.

Die Spannungserzeugung erfolgt durch Überraschung/Erregung (P. Kandorfer, 2010), siehe beispielsweise die ständige Lichttechnik und dramatisch musikalische Untermalung, denn „Gegensätze erzeugen einen Rhythmus aus Anspannung und Entspannung“ (Doppler, 2015).

Man könnte die Inszenierung als Epik, also Erzählung nach Schäfer-Mehdi (2009) einstufen. Stark ausgeprägt ist die Heldengeschichte.

 

Quellen:

  • Kandorfer, 2010 „Lehrbuch der Filmgestaltung“ (Schiel & Schön Verlag)
  • Schäfer-Mehdi, 2009 “Event-Marketing” (Berlin, Cornelsen, 3. Auflage)
  • Eigene Recherche

Die Heldenreise und deren Inszenierung

#dieheldenreise

Inszenierung der Heldenreise am Beispiel des Musicals Tarzan

von Said Becheikh, Student an der Hochschule für Internationales Management Heidelberg


Was bedeutet es ein Held zu sein? Wie definieren wir einen Helden? Brauchen Helden Superkräfte oder ist man schon ein Held, wenn man soziales Engagement im Alltag für seine Mitmenschen aufbringt?

Mit dem Mythos des Helden und seiner Hintergründe beschäftigte sich der Ethnologe Joseph Campbell schon Mitte des 20. Jahrhunderts und erforschte das Motiv der Heldenreise.

Quelle: Wikipedia (no date)
Quelle: Wikipedia (no date)

In allen Geschichten, seien es Mythen, Märchen, Träume oder Filme treffen wir auf immer wiederkehrende Merkmale, die den Kreislauf unserer eigenen Existenz ausdrücken.

Nach Joseph Campbell belegt man diese Merkmale mit der Bezeichnung:

„Die Reise des Helden“

Eine solche Reise beinhaltet, vereinfacht gesagt, 12-Stationen und wird meist in eine moderne Dreiaktstruktur eingebunden.

Als Beispiel für die Heldenreise wurde das Musical Tarzan vom 26.03.2015 in Stuttgart gewählt.

  1. Tarzan wird als Findelkind von einer Gorillafamilie aufgenommen und als vollwertiges Mitglied großgezogen. Diese Welt wird im Detail vorgestellt.
  2. Der junge Tarzan hat mit vielen Herausforderungen und Hindernissen zu kämpfen. Das Abenteuer des Überlebenskampfes im Dschungel verfolgt ihn von Anfang an.
  3. Durch die Inakzeptanz des Vaters und Rudelführers Kerchak erschwert sich das Anpassen und Überleben im Dschungel erheblich für ihn. Dies bringt ihn zum Zögern und Verweigern des Abenteuers. Da Tarzan das Rudel nach der Meinung des Vaters in Gefahr bringt, beschließt er das Rudel zu verlassen und sich alleine durchzukämpfen, um das Rätsel seiner wahren Identität zu lösen.
  4. Durch ein ermutigendes Gespräch mit der Mutter Kala, die ihm Werte wie Akzeptanz, Toleranz und Mitgefühl vermittelt, schöpft Tarzan neuen Mut
  5. und trifft als junger Erwachsener das erste Mal auf einen Menschen, die Tochter eines Wissenschaftlers namens Jane.
  6. Bei einem Kurzbesuch zu seinem Rudel wird Tarzan mit einem Leopardenkampf konfrontiert bei dem er in erster Linie die Mutter und seine Gorillafreundin Terk verteidigt. Der Leopard, der damals seine leiblichen Eltern umgebracht hat, wird in einem Kampf mit Tarzan zur Strecke gebracht. In dieser Szene feiert er die Heldenrolle das erste Mal.
  7. Während seiner immer stärker werdenden Bindung zu Jane wird Tarzan vor eine weitere Heldentat gestellt. Im Kampf um Jane besiegt er eine gefährliche Riesenspinne und rettet die junge Frau aus den Fängen.
  8. Durch seine Gutgläubigkeit führt Tarzan seine Jane, ihren Vater und den Jäger und Reiseleiter Clayton zu der Wohnstelle seines Gorillarudels, was sich schnell als fataler Fehler herausstellt. Clayton will die Gorillas einfangen und als Trophäe nach London verschiffen. Er zückt das Gewehr und es kommt zum Kampf mit Tarzans Vater Kerchak. Er wird durch einen Schuss verwundet, als plötzlich Tarzan vor ihm steht und den Kampf seines Vaters beendet.
  9. In seinen letzten Atemzügen entschuldigt sich Kerchak bei seinem Ziehsohn und ernennt ihn als zukünftigen Rudelführer.
  10. Tarzan kehrt zu seinem Rudel zurück und lässt sich dort als Held feiern.
  11. Er steht vor der Entscheidung mit Jane und ihrem Vater den Dschungel zu verlassen und mit nach London zu reisen, um dort ein normales Leben als Mensch zu beginnen. Obwohl Tarzan für ein neues Leben bereit ist,
  12. nimmt Jane ihm die Entscheidung ab und beschließt aus Liebe Tarzan nicht aus seiner gewohnten Welt zu entreißen. Sie entscheidet sich für ein gemeinsames Leben im Dschungel.

Diese beschriebene Heldenreise ist Bestandteil der inneren Dramaturgie und muss durch verschiedene stilistische Mittel inszeniert werden.

Bei der Umsetzung im Musical Tarzan wurden die verschiedenen Heldenszenarien durch laute und dramatische Musik, helle Beleuchtung und kräftige Farben inszeniert. Durch die extreme Belichtung des Helden wurde die Aufmerksamkeit auf ihn gelenkt und ganz deutlich in den Vordergrund gestellt. Die Schlussszene unterstrich dies noch einmal, indem Tarzan mit seinem „Preis“, Jane, an einer Liane empor gezogen wurde und durch die oben genannten stilistischen Mittel den Held verkörperte.

Quelle: Stage Entertainment (no date)
Quelle: Stage Entertainment (no date)

Literaturverzeichnis:

Abbildungsverzeichnis:

  • Städtereisen Europa (no date) ; (online: http://staedtereiseneuropa.org/musical-tarzan-hamburg/ ; accessed 25. April 2015)
  • Stage Entertainment (no date) ; (online: http://videos.stage-entertainment.de/11812-590816/trailer/disneys-musical-tarzan-szenen-aus-dem-stuttgarter-musical ; accessed 29. April 2015)
  • Wikipedia (no date) ; (online: http://en.wikipedia.org/wiki/Joseph_Campbell ; accessed 25. April 2015)

bayer

                                     Abbildung 1: Messestand von Bayer auf der                                    Messe K 2013  (Phocus-brand.de, 2013)

Der Wandel von Messeständen

„Es ist nicht die stärkste Spezies die überlebt, auch nicht die intelligenteste, es ist diejenige, die sich am ehesten dem Wandel anpassen kann.“

Charles Darwin (Englischer Naturforscher)

(Scholz, 2013)

Schon der britische Naturforscher Darwin erkannte die Bedeutung und Wichtigkeit des Wandels. Sein Zitat, welches ursprünglich aus dem Bereich der Naturwissenschaft stammt, lässt sich problemlos ebenso auf die Welt des Marketings und Verkaufens anwenden.

In einer Zeit, in der Messen geprägt sind von der Veränderung von Massenveranstaltungen hin zu Marken- und Erlebniswelten, benötigen auch Messestände Innovation und Anpassung. Sie sollen nicht mehr ausschließlich Präsentationsflächen für Produkte sein, sondern mit Inhalt, Story und Mehrwert das Interesse der Besucher wecken. Die Besucher sollen an den Stand gelockt und langfristig an das Unternehmen gebunden werden. Dies ist bedeutsam, da Messen eine große Relevanz zuzuschreiben ist, denn es gelingt nirgends so leicht innerhalb von kurzer Zeit mit so vielen Menschen in persönlichen Kontakt zu treten.

Als Beispiel für ein gelungenes Messekonzept, welches diese wesentlichen Aspekte vereint, möchte ich an dieser Stelle den Stand von Bayer auf der K Messe 2013 in Düsseldorf präsentieren.

#“Sharing Dreams, Sharing Values – Be Part Of It“ lautete das Motto des Messekonzeptes.  Entwickelt worden ist es von der Agentur PHOCUS BRAND CONTACT aus Nürnberg, die das Projekt in einer Pitch gewann.

Um dieses Motto umzusetzen und zu inszenieren, sollte der Messestand als Plattform dienen, welche sowohl für #Bayer MaterialScience, als auch für den Besucher die Möglichkeit kreiert sich über ihre Träume auszutauschen und sie weiter zu entwickeln.

 

 

Abbildung 2: Motto des Messekonzepts, (Communications, 2014)
                        Abbildung 2: Motto des Messekonzepts                ,                                         (Communications, 2014)

Auch das Messedesign sollte das Motto reflektieren und die Voraussetzung für neue Perspektiven und Ansichten schaffen. Im Gegensatz zu herkömmlichen Messen waren die Bereiche des Standes nicht nach Produktarten geordnet, sondern nach drei wesentlichen Bedürfnissen des Menschen: frei zu sein, glücklich zu sein und sich sicher zu fühlen. Um einen Erinnerungswert zu schaffen und die Popularität des Standes zu erhöhen wurden an jeden Messebesucher zwei Armbänder verteilt. Beim Betreten hatte man die Wahl zwischen Armbändern mit den Aufschriften „Free“, „Happy“ und „Safe“. An dieser Stelle wurde wirkungsvoll die zuvor genannte Aufgliederung des Messestandes aufgegriffen. Ein weiteres Armband erhielten Besucher am Stand. Armbänder mit den Schriftzügen „Pioneer“, „Networker“ und „Dreamer“ sollten dafür sorgen, dass Besucher ein Duo in den Farben von Bayer hatten. So wurde auf hervorragende Weise eine Option geschaffen durch die Besucher die Impulse des Messestandes mitnehmen konnten. Des Weiteren wurde das Motto in Live-Talks aufgegriffen. Ein multisensorisches Erlebnis war unter anderem mit testbaren Kopfhörern geboten, die aufgrund von Vibrationen Basstöne verstärkten. So wurde ein verbessertes Klangerlebnis präsentiert. Im Mittelpunkt standen zudem interaktive Medientische, welche nicht nur dazu dienten über aktuelle Projekte und Entwicklungsstände zu informieren, sondern auch erlaubten eigene Träume oder Ansprüche, beispielsweise Materialwünsche, einzutragen. Diese Eintragungen waren von anderen Besuchern einsehbar und sollten einen gemeinsamen Ideen-Pool bilden. Darüber hinaus bestand die Option diesen „Traumfluss“ auf einer Website abzurufen. Praktisch war auch, dass bei jedem Thema und Projekt eine Ansprechperson hinterlegt war. So ergab sich die Möglichkeit, dass man auch außerhalb der Messe den Aussteller kontaktieren konnte. Bei diesem Messekonzept gelang es den Aussteller nicht nur positiv zu präsentieren, sondern auch eine Story, Inhalte und Angebote zu entwerfen, welche den Besucher miteinbezog und sein Interesse weckte. Das Konzept schuf dadurch einen Mehrwert und sorgte beim Besucher für einen hohen Erinnerungsfaktor.

Quellen:

›Communications, B. (2014). Sharing Dreams. Materialscience.bayer.com. Retrieved 19 April 2015, from http://www.materialscience.bayer.com/de/innovation-and-investment/innovation/sharing-dreams

››Falkowski, K. (2013). Messestände mit Inhalt, Story & Mehrwert – Beispiel: Bayer MaterialScience regt zum Träumen an | eveosblog: Blog für Event, Eventmarketing, Social Media & Marketing. Blog für Event, Marketing, Social-Media & Eventmarketing | eveosblog. Retrieved 18 April 2015, from http://www.eveosblog.de/2013/11/25/bayer-messe-stand-konzept-inhalt-story-mehrwert/#comments

›Phocus-brand.de,. (2013). Sharing Dreams,Sharing Value – Be Part Of It. Retrieved 17 April 2015, from http://www.phocus-brand.de/de/sharing-dreamssharing-value-be-part-it

››Phocus-brand.de,. (2015). Retrieved 19 April 2015, from http://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=2&ved=0CCcQFjAB&url=http%3A%2F%2Fwww.phocus-brand.de%2Fsites%2Fdefault%2Ffiles%2F131018_pbc_pm_bayer_k_2013.pdf&ei=udE5Vam7BI_hatrugfgO&usg=AFQjCNHnXPRU2DY0AFyWLSBqwCJguUG12A

››Scholz, C. (2003). Hewlett-Packard: Carly auf Darwins Spuren – manager magazin. manager magazin. Retrieved 17 April 2015, from http://www.manager-magazin.de/unternehmen/it/a-255937.html

››YouTube,. (2015). Bayer MaterialScience – K2013 – Sightseeing Flight. Retrieved 19 April 2015, from https://www.youtube.com/watch?v=8YZ2KUU6Ebs

›

Laser – Das Inszenierungstool von morgen

von Christian Parsche, Student an der Hochschule für Internationales Management Heidelberg

Licht ist nicht Alles, aber ohne Licht ist Alles Nichts. Ohne Licht ist alles anders. Materie könnte in der Form, wie wir sie kennen, nicht bestehen. Deshalb ist Licht nicht nur ein fundamentaler Teil unseres Lebens, sondern auch einer Veranstaltung.

Der Moment, wenn sich im Theatersaal die Lichter verdunkeln und plötzlich eine knisternde Stille herrscht, hatte schon immer etwas magisches. Weil man nicht weiß, was als nächstes kommt und schon im Inneren darauf wartet, begeistert zu werden. Als Besucher der diesjährigen Prolight & Sound haben mich nach dieser anfänglichen Dunkelheit vor Allem die Laser begeistert. Scheinbar unendliche Strahlen durchzogen zum Teil die gesamte Messehalle in subtiler Klarheit und berauschender Geschwindigkeit.

Aber wie wird dieser Lichtstrahl so stark gebündelt und woher kommt diese Energie?

Um das zu verstehen schauen wir uns zunächst an, welche unterschiedlichen Scheinwerferarten es in der #Lichttechnik gibt. Sie werden grundsätzlich in zwei Gruppen eingeteilt: Bewegtes und nicht bewegtes Licht.

Scheinwerfer

Nicht bewegtes Licht

PAR-Scheinwerfer (parabolic aluminized reflector)

Dieser Scheinwerfer ist der Klassiker unter den Lichtern und gehört zu den Urgesteinen der Lichttechnik. Selbst im heutigen Zeitalter der bewegten Lichter kommt dieser Scheinwerfer immer noch auf der Bühne zum Einsatz. Der Name kommt von dem Parabolspiegel, der hinter dem Leuchtmittel plaziert ist und die Strahlen nach vorn gerichtet austreten lässt. Den Scheinwerfer gibt es in unterschiedlichen Größen, welche durch den Durchmesser der Lichtaustrittsfläche in Achtelzoll notiert werden. Häufig sind PAR 64 und PAR 56, um großflächig auszuleuchten, sowie PAR 36 als Punktstrahler.

Linsenscheinwerfer

Dieser unterscheidet sich zum PAR-Scheinwerfer durch eine Linse, die vor der Austrittsöffnung plaziert wird, um einen scharfen Lichtkegel (beam) zu erzeugen. Dabei ist das Leuchtmittel auf einem beweglichen Sockel montiert, um den Brennpunkt der Lichtstrahlen zu verschieben. Linsenscheinwerfer werden häufig in Theater in Kombination mit einer Torblende eingesetzt. (siehe Bild)

Linsenscheinwerfer mit Torblende

Bewegtes Licht

Moving Head & Scanner

Der Begriff Moving Head kommt aus dem englischen und bedeutet „Bewegter Kopf“. Der Name kommt daher, dass sich das Leuchtmittel im Kopf der Lampe befindet und sich mit ihr dreht. Dieses Leuchtmittel wird auch Spot genannt und ist mit einer Linse ausgestattet, um das projizieren von scharfen Bildern zu ermöglichen.

Moving_Head_Zeichnung
Quelle: Wikipedia (no date)

Hinter den Spot sind meist noch Farb- und Goboräder, eine Blende und eine Focus-Linse eingebaut. Die Farbräder bestehen aus gefärbten Glasscheiben, welche sich in den Strahlengang schwenken lassen. Sind mehrere Farbräder vorhanden, können auch Farben gemischt werden. Mithilfe des Goborads lassen sich Gobos in den Strahlengang einschieben. Gobos sind hitzefeste, dauerbeständige Projektionsscheiben, die ähnlich wie ein Dia in einen Projektor eingeschoben werden. Mithilfe der Blende lässt sich der Lichtkegel zuschneiden und der Beam des Lichtes vergrößern oder verkleinern. (Wikipedia (no date))

Moving Heads sind im Aufbau ähnlich wie Scanner, mit dem Unterschied, dass bei dem Scanner der Lichtkegel durch einen Spiegel bewegt wird und sich bei dem Moving Head die gesamte Lampe bewegt. Beide Systeme haben ihre Vor und Nachteile. Einerseits ist durch den Spiegel des Scanners eine sehr schnelle Bewegung des Lichtkegels möglich, andererseits kann der Lichtstrahl hier nur in einem begrenzten Raum gelenkt werden.

Alphanet-Bochum (no date)

Nachdem nun die Grundlagen der Lichttechnik bekannt sind, können wir einen Blick darauf werfen, wie sich Laser von anderen Scheinwerfern unterscheiden.

Laser

Laser sind gebündelte Energiewellen mit der selben Amplitude und Phase, welche in die gleiche Richtung fließen. Sie sind kohärent – sie bleiben zusammen und bilden einen Laserstrahl. Die Breite einer solchen Welle wird in Nanometern gemessen und definiert die Farbe sowie Sichtbarkeit eines Laserstrahles.

Quelle: Brillen und Sehhilfen (no date)

Standardgemäß nutzen analoge Laser die drei Primärfarben Rot, Grün und Blau. Durch mischen der Farben können somit fast alle Sekundärfarben erzeugt werden.

Sichtbar werden die Laserstrahlen durch Wasser- und Staubpartikel in der Luft, die der Laserstrahl auf seinem Weg trifft. Deswegen nutzen Veranstaltungstechniker Haze- oder Nebelmaschinen, um die Laser sichtbar zu machen. Bei einer Open-Air Veranstaltung reflektiert der Laserstrahl größtenteils von Staub und Wasserpartikel in der Luft, jedoch kann durch unvorhersehbare Wetterbedingungen nie sichergestellt werden, dass Nebelmaschinen hier den gewünschten Effekt hervorrufen. Deswegen werden bei solchen Veranstaltungen Hochleistungslaser verwendet, um dem Mangel an Staub, Dunst und Nebel gerecht zu werden.

Ein modernes Lasersystem besteht im Grunde aus 7 Teilen:

  • Laserquelle
  • Scanning-System
  • Stromversorgungsgerät
  • Treiber
  • Sicherheitstechnik
  • optische Komponenten
  • Transistoren, Kabel, Sicherungen und viele Kleinteile

Um nun atemberaubende Lasershows in den Nacht- oder Veranstaltungshimmel zu zaubern, ist es wichtig zu verstehen, wie das Scanning-System funktioniert.

Dieses besteht in erster Linie aus zwei kleinen Spiegeln, die den Laserstrahl auf der X und Y-Achse bewegen. In Zusammenarbeit können sie den Laser in jede beliebige Vorwärtsrichtung lenken. Sobald ein Laserstrahl mehr als 20 mal pro Sekunde bewegt (Neudeutsch: gescanned) wird, nimmt es das menschliche Auge als feststehendes Objekt wahr.

Das heißt, dass jede Form, die von einem Laser gezeichnet wird, eigentlich nur aus einem einzigen Laserstrahl besteht, der unglaublich schnell bewegt wird. Dabei kommt jedes Scanning-System an ein mechanisches Limit, wie viele Punkte es zu einem Zeitpunkt darstellen kann. Dieses Limit wird in ‚Points per Second‘ (pps) angegeben.

scanning-system
Scanning-System, Quelle: Kvant (no date)

Je nach Wetterbedingungen und Leistung der Laser können die Laserstrahlen kilometerweit sichtbar sein. Deswegen ist bei der Verwendung von Lasern eine erhöhte Vorsicht geboten, um vor allem bei Outdoor-Events keine Flugzeuge zu blenden. Durch den konzentrierten Lichtstrahl können zwar atemberaubende Effekte erzeugt werden, jedoch bedeutet dies auch, dass die gesamte Energie gebündelt in eine Richtung läuft. Dadurch kann das Laserlicht bei direkter Betrachtung sehr gefährlich für das Auge werden. Aus diesem Grund ist Lasersicherheit unabdingbar und sollte vor jedem Event geprüft werden.


#Laser als Inszenierungstool

Ein Laser hat im Gegensatz zu herkömmlichen Scheinwerfern den Vorteil, dass dieser die Lichtenergie gebündelt in eine Richtung abgeben kann und somit ein sehr klaren Lichtstrahl erzeugt. Somit ist es möglich, bei Veranstaltungen mit Hilfe des Laserlichts Wände in die Luft zu bauen oder Netze aus Lichtkegeln zu spannen, wo eigentlich gar keine sind. Diese mächtigen Gebilde in der Luft wirken beeindruckend auf das Publikum, da gerade über ihren Köpfen ein neues Bühnenbild entsteht. Im Zusammenspiel mit gezieltem Einsatz von Nebelmaschinen ergibt dies ein atemberaubendes Bild.

Quelle: Laserperformance (no date)

Grundsätzlich kann man Laser in drei verschiedenen Arten einsetzen:

Einsatz von Lasern

Ein Laser als Effektquelle sollte jedem bekannt sein, der in den letzten Jahren eine Veranstaltung oder Diskothek besucht hat. Durch die schnelle Bewegung der Laserstrahlen wird versucht, besonders beeindruckende Formen in den Himmel zu zeichnen.

Bei der Bildprojektion wird es schon spannender. Hier versucht man textliche oder grafische Inhalte auf einer Projektionsfläche, oder sogar als Hologramm darzustellen. Um letzteren Effekt zu erreichen, ist der gezielte Einsatz von Nebelschwaden und unterschiedlich starken Lasern notwendig.

Durch Interaktion wird das Licht mit in die Inszenierung eingebunden und beeinflusst Prozesse auf der Bühne. In der obenstehenden Grafik ist eine Laserharfe zu sehen, welche durch Unterbrechung der Lichtstrahlen einen Ton abgibt. Auf der #Prolight & Sound wurden bei einer Lasershow der Firma #Kvandt interaktiv die Elemente Tanz und Laser zusammengebracht. Die Tänzer scheinen die Laserstrahlen mit Gesten und Bewegungen zu steuern, wodurch eine sehr beeindruckende Inszenierung entsteht.

Dabei wird mithilfe eines Projektors ein grauer Wolkenhimmel an die Rückwand der Bühne projiziert, man hört Donnergrollen, gefolgt von einem hellen Laserblitz. Als die ersten Regentropfen zu hören sind, rauschen kleine blaue Laserstrahlen an der Rückwand der Bühne zu Boden, deren Lichtstrahlen durch den Nebel die Illusion erwecken, dass es tatsächlich regnet. Für mich war dies ein gelungener Einsatz von Lasern, fernab von den bunten Lasershows der 2000er Technopartys.

Abschließend bleibt zu sagen, dass die #Lichttechnik uns als Eventmanager bei Veranstaltungen immer ein treuer Begleiter bleiben wird. Dabei ist es wichtig, die Qualität statt Quantität im Auge zu behalten, um eine erfolgreiche Inszenierung durchführen zu können.


Literaturverzeichnis:

Abbildungsverzeichnis:

INTERMEDIALITÄT – Am Beispiel des Romanticum

Mit diesem Blogbeitrag möchte ich euch den Begriff Intermedialität erläutern und näher bringen. Um dies nicht zu trocken und theoretisch darzustellen, nutze ich die 3D Bild und Sound Inszenierung – Das #Romanticum als Beispiel. Da die Ausstellung sehr viele verschiedene Medien nutzt und sie ebenfalls sehr interessant kombiniert, ist sie ein perfektes Beispiel um#Intermedialität zu erklären.

Ganz ohne Theorie kann man dieses Phänomen natürlich nicht erklären. Deshalb folgt nun eine kleine theoretische Einführung.
Intermedialität lässt sich grundsätzlich in Drei Unterpunkte einteilen:
• Medienkombination
• Medienwechsel
• Intermediale Bezüge

Der erste Unterpunkt, die Medienkombination beschreibt den einzelnen oder dauerhaften Einsatz mehrerer Medien zur gleichen Zeit. Ein simples Exempel hierfür wäre zum Beispiel eine tänzerische Vorstellung die mit Musik oder Lichteffekten verbunden ist.

Von einem Medienwechsel spricht man dann, wenn sich das ursprüngliche Medium eines Stückes in ein neues Medium umgewandelt. Das beliebteste Beispiel für einen Medienwechsel, ist die Umwandlung eines Medientextes in ein Medienfilm. Also mit anderen Worten ein Kinofilm der auf einem Buch basiert.

Um den Begriff „Intermediale Bezüge“ zu erklären muss man schon etwas tiefer in die Materie eindringen. Die intermedialen Bezüge zwischen zwei oder mehreren Medien umschreibt wie die verschiedenen Medien untereinander agieren, sprich welche Bedeutung ein Medium auf das andere hat. Alleine kann ein Medium eine komplett andere Nachricht überliefern, wie wenn es von einem anderen unterstützt wird. Intermediale Bezüge analysieren wie die verschiedenen Medien aufeinander wirken und so für ein neues Gesamtbild sorgen.

Im speziellen Fall des #Romanticum bezieht sich Intermedialität grundsätzlich auf die Gegenüberstellung von traditionellen/handwerklichen Künsten und technisch/digitalen Medien.

Aufbau des Schiffes/ der Ausstellung
Aufbau des Schiffes/ der Ausstellung

Nun ist es endlich soweit, kommt an Bord der #MS RHEINROMANTIK und lasst euch auf einer intermedialen Reise durch den Oberrhein, von Geschichten und Sagen verzaubern. Seht euch ruhig genauer um, genießt die Landschaft sowie das Innenleben des Schiffes. Ist es euch überhaupt aufgefallen das Schiff ist aufgebaut wie jeder andere Rheindampfer, vom Salon über die Lagerräume bis zur Brücke. Die #Ms Rheinromantik ist nur ein ganz normales Rheinschiff.

Burgkamera
Burgkamera

Ein paar Besonderheiten trägt unser Schiff doch mit sich. Da wäre zum Beispiel die #Burgkamera, die auf unserem Außendeck montiert ist und es jedem Gast ermöglicht einen kleinen Infofilm über eine gewünschte Burg zu sehen. Mit dieser Medienkombination kann der Gast eine selbst ausgewählte Burg am Rheinufer (fest installierte Kulisse) anpeilen und den Abzug betätigen. Nun dies finden sie wirklich nicht auf jedem Rheinschiff.

Burgen bauen
Burgen bauen

Wenn wir schon beim Thema Burgen sind und uns diese Geschichten über all die tollen Burgen anhören, wird doch ein jeder von uns etwas neidisch und wünscht sich einmal selbst eine solche Burg zu besitzen. Genau diesen Wunsch kann man sich auf der #Ms Rheinromantik erfüllen. Mit unserer neusten Attraktion dem Burg Editor, können sie sich ihre eigene Burg bauen. An einem high-tech Touchpad wählen sie Farbe und Form der Burg aus, danach kann man sie noch gestalten und dekorieren. Nur ein weiter Knopfdruck und ihre Burg erscheint in den Bergen hinter dem Rhein (interaktive Kulisse).

Die Brücke
Die Brücke

Auf der #Ms Rheinromantik kann jeder einmal Kapitän sein. Trauen sie sich ruhig und kommen sie in die Brücke. Selbst die Route dürfen sie selbst auswählen, indem sie sie ganz einfach per Knopfdruck in der Navigationsleiste auswählen. Nehmen sie anschließen Platz, spüren sie den Motor unter ihnen und wie die Bank vibriert, so fühlt es sich an der Kapitän eines echten Rheindampfers zu sein. Lehnen sie sich zurück und genießen sie die Aussicht aus unseren Drei Panoramafenstern (LCD-Bildschirme).

Liebe Gäste, ich hoffe sehr, dass sie einen angenehmen Aufenthalt auf unserem Schiff hatten und ich ihnen mithilfe der kleinen Stationen die unser Schiff so besonders machen, den Begriff der #Intermedialität etwas näher bringen konnte.

Ihr Kapitän Köhler

Blogbeitrag von Tim Köhler, Student der Internationalen Hochschule für Management Heidelberg

Quellen:

1.Blog.zhdk.ch. Intermedialität : Transdisziplinarität. 2015. Available at: http://blog.zhdk.ch/trans/intermedialitat/. Accessed April 10, 2015.

2.2015. Available at: http://ead.nb.admin.ch/web/cats/medien.pdf. Accessed April 10, 2015.

3.http://www.romanticum.de/fileadmin/user_upload/Romanticum_Eroeffnung_allg.pdf

4.http://online-media.uni-marburg.de/kunstgeschichte/sds/secure/marburg/31-antike-mythologie/31_02_griechenland/bilder/hermes_b200.jpg
5.http://www.magdeburg.de/media/custom/37_12379_1_m.JPG?1396955024
6.http://www.sfb626.de/veranstaltungen/veranstaltungsarchiv/workshops/workshopprogramme_und_pics/sfb626_workshop_intermedialitaet2.jpg

Urlaub mal anders

Costa Rica – viel lässt sich mit diesem Land in Verbindung bringen. Doch wie kann man diese Botschaften in einem Messestand veranschaulichen? Was muss geschehen, damit der Besucher sich mit dem Land verbunden fühlt? Welche Akzente müssen gesetzt werden, welche Besonderheiten des Landes müssen für den Besucher erkennbar sein, damit eine langfristige emotionale Bindung zu Stande kommen kann? Wie müssen Reize eingesetzt werden – und vor allem, welche Reize müssen genutzt werden, damit diese Bindung entsteht?

Hotel Rui (no date)
Hotel Rui (no date)

Wenn man dieses Bild betrachtet, fühlt man sich sofort an fremde Welten erinnert. Man bekommt Fernweh. Der Erlebnisdrang erwacht und entwickelt in dem Betrachter das Bedürfnis, sofort seine Koffer zu packen und los zu fahren.

Der Messebauer hat die Aufgabe, genau diese Gefühle bei dem Bau eines Standes hervorzurufen, denn nur wenn der Besucher eine emotionale Bindung zu dem Stand entwickeln kann, ist er später in der Lage, sich mit dem Stand und somit auch mit dem Land, zu identifizieren. „Denn Ereignisse, die mit starken Emotionen verbunden sind, bleiben im Gedächtnis hängen“ (Das Gehirn (no date)).

Der große Eckstand #CostaRica steht in Halle 3.1 zusammen mit vielen anderen zentral- und südamerikanischen Ständen. Die Decke und Wände des Standes haben einen grünen Grundton. Säulen und Eckpunkte des Standes sind mit grünen Blättern verkleidet. Durch den vorherrschenden Grünton, hat der Besucher sogleich das Gefühl, im #Regenwald zu sein.
Es entsteht eine sehr naturbezogene und freundliche Atmosphäre, unterstrichen durch Kork oder Holzverkleidungen im oberen Bereich des Standes.
Rot leuchtende Blumen, sind als Akzent zwischen den Blättern befestigt worden. Es entsteht ein sehr harmonisches und realistisches Bild.
Die Atmosphäre verändert sich jedoch etwas durch diese roten Blumen, denn unterbewusst nimmt der Mensch rot als Warnfarbe wahr und das Unterbewusstsein versetzt den Besucher in eine Art unbewusste Alarmbereitschaft. Dieser Alarmzustand zeigt sich durch eine erhöhte Aufmerksamkeit des Betrachters, da das Unterbewusstsein nach Gefahren Ausschau hält. Da es sich jedoch um kleine Mengen rot handelt, bemerkt der Betrachter nur, dass die Atmosphäre sich verändert und er sich bewusster umschaut. Er fühlt sich wie ein Entdecker und unbewusst weckt es in ihm den Wunsch, den Regenwald zu erkunden. Dieses Hauptmotiv hat sich der Messebauer hier geschickt zu Nutzen gemacht.

Der Name des Standes lautet: #Essential Coast Rica.
Essential bedeutet, vom Englischen übersetzt unter anderem lebenswichtig. Dies ist ein sehr passender Name für diesen Stand, da Costa Rica 160 Schutzgebiete (Reservate, Naturparks und Naturschutzgebiete) vorzuweisen hat (Wikipedia (no date) a). Essential bedeutet aber auch zentral und unerlässlich. Diese Adjektive lassen sich ohne Probleme auf den Stand projektieren. Allein schon wegen seiner Größe und Dimension, kann dieser Stand, auch wenn es sich um einen Eckstand handelt, als zentral bezeichnet werden. Schon beim Betreten der Halle, sieht der Besucher die Holzverkleidung und das Grün der vermeintlichen Regenwaldblätter durch die anderen Stände durchblitzen und macht sich neugierig auf den Weg dorthin.

Betritt man den Stand, ändert sich die Atmosphäre leicht, da der Boden eine andere Trittfestigkeit hat, als der übrige Messebereich. Es handelt sich um Holzplatten, die mit einem grünen Teppich überzogen sind. Dies hat eine dämpfende Wirkung- man fühlt sich ruhig und entspannt.

Midlifereise (no date)
Midlifereise (no date)

Bei diesem Costa Rica Stand gab es zwei Besonderheiten. Zum einen konnte man über Instagram ein Bild vor einer ‚Blumenwand‘ machen und es direkt an den Standdrucker schicken lassen. Dort bekam man dieses Bild sofort ausgedruckt und hatte ein Erinnerungsstück. Würde man keine Business Kleidung tragen, so würde man sich, zumindest kurz, wie im Urlaub fühlen.

Costa Rica Stand 2

Zum anderen konnte man von Luis, dem Ochsenkarrenmaler, gezeigt bekommen, wie Ochsenkarren original bemalt wurden. Man konnte zwischen Papier und Holz wählen und unter Malanleitungen von Luis eine Schablone ausmalen. Dies hört sich sehr einfach an, aber aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass dies nicht der Fall ist.
Seine Kollegin, die auch Deutsch und Englisch sprechen konnte, erklärte die Technik der Malerei und übersetzte die Geschichten von Luis, die er während der knapp zweistündigen Malerei erzählte.

Costa Rica Stand 3

Natürlich hatte dies den Effekt, dass andere Besucher interessiert zugeschaut haben und so die Aufmerksamkeit auf Costa Rica und seine Attraktionen gezogen wurde.

Am Ende der Messe wurde der Stand zweimal ausgezeichnet. Er wurde als der beste Stand des amerikanischen Kontinents ausgezeichnet. Und kam in der Kategorie „Beste Standgestaltung“ unter 186 Ländern, hinter Ruanda auf Platz 2 (Lothar Kahl Immobilien (no date)).

Zum Abschluss möchte ich sagen, dass der Stand Costa Rica und das dortige Angebot, sehr interessant und ansprechend waren.
Es wurden in diesem Stand viele verschiedene Reize angesprochen. Abgesehen von den #visuellen Reizen wurden vor allem auch #gustatorische, #olfaktorische und #haptische Reize angesprochen. Neben dem Malangebot und der Möglichkeit Bilder an der Fotowand zu machen, gab es Bio-Schokolade, Karamell und Kaffee und Kuchen für die Besucher. Es gab auch eine Ananasbar, bei der Ananasstücke verteilt und Tiere aus der Frucht geschnitzt wurden. Hier als Beispiel eine Eule:

Costa Rica Stand 4

Dies ist die Story, die der Costa Rica Stand mir erzählt:
Erlebe eine Reise in den tropischen Regenwald.
Lerne nette Leute kennen und erhalte einen Einblick in eine dir unbekannte Kultur. Entdecke die Besonderheiten dieses Landes.
Du kommst in Kontakt mit einem Weltkulturerbe und dem nationalem Symbol Costa Ricas- dem Ochsenkarren.
Lerne Ochsenkarrenmaler kennen und beobachte sie bei der Arbeit.
Entdecke Tiere und Pflanzen von denen du noch nie zuvor gehört hast.
Komm und staune, erforsche und entdecke, erlebe Abenteuer mit uns, wie du sie dir nie hast träumen lassen.
Lass die Seele baumeln und die Sorgen zuhause.
Komm und besuche uns in Costa Rica!

Von Jessica Haitz, Studentin an der Hochschule für Internationales Management Heidelberg

Quellen: